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Pflege 26. April 2016

Nicht immer planbar, aber vorhersehbar

Nicht immer sind Entwicklungen planbar — wohl aber in vielen Fällen vorhersehbar. Das zeigt sich derzeit an der Flüchtlingsbewegung aus Krisen- und Kriegsgebieten — und auch jede klimatisch bedingte Zerstörung der Lebensgrundlage ist eine Krise. Das zeigt sich ebenso an den individuellen Anlagen und Umweltbedingungen eines Menschen — wie Markus Hengstschläger in seinem aktuellen Vortrags- und Buchthema von der „Durchschnittsfalle“ pointiert formuliert und worüber in dieser Ausgabe von procare auf Seite 22 unter anderem berichtet wird. Das zeigt sich aber auch im Bereich der Weichenstellungen des Berufs der Gesundheits- und Krankenpflege und der Pflegewissenschaft. Dass das auf europäischer Ebene beschlossene Gesetz zur Einführung eines Berufsausweises auf nationaler Ebene sinnvollerweise zu einem Berufsregistergesetz für die Gesundheitsberufe und eben auch für die Gesundheits- und Krankenpflege führen wird, wird nicht aufzuhalten sein. Auch wenn, aus welchen Gründen auch immer, die Beschlussfassung immer noch verzögert wird.

Auch die Reform des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes wird notwendig sein, mit der Reform der Ausbildung und des Kompetenzprofils sowie der Qualitätssicherung. Das alles ist vorhersehbar. Planbar ist dabei nicht alles, weil immer wieder neue Interessen und Einflussnahmen eine zügige Behandlung behindern.

Gut vorbereitet ist man aber für derartige Fälle indem man erstens flexibel ist, wie auch Hengstschläger für die Entwicklung von Talenten des Kindes es fordert, und weiters hartnäckig und bis zu einem gewissen Grad kompromissbereit. All das ist der Berufsvertretung der Gesundheits- und Krankenpflege in Österreich in den vergangenen Jahren zunehmend gelungen und das zeigt sich nicht zuletzt in einer stetigen, wenn auch langsamer als vielleicht gewünschten, Professionalisierung des Berufes. Davon profitieren alle: Die Berufsangehörigen selbst, aber auch die anderen Gesundheitsberufe — inklusive der Mediziner, die Patienten sowieso und das Gesundheitssystem als Ganzes meint Ihre

Verena Kienast

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