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Pflege 18. Februar 2016

Patientensymptome kritisch hinterfragen

Toleranz des endotrachealen Tubus bei beatmeten Intensivpatienten

Beatmete Patienten auf Intensivstationen sind in einer kritischen Situation, die potenziell lebensbedrohlich ist. Sie werden auch im Zeitalter moderner Sedierungskonzepte medikamentös analgosediert, um sie dabei zu unterstützen, verschiedene Interventionen, wie die Beatmung mittels eines endotrachealen Tubus (ETT), während ihres Aufenthalts besser zu tolerieren. Aufgrund technischer Entwicklungen, sind Patienten heute überwiegend nicht mehr tief sediert und daher in der Lage zu kommunizieren.

Die Tiefe der Analgesie und bei Bedarf auch Sedierung wird mittels Scores überwacht. Die intensivmedizinische Behandlung kann zu weiteren Komplikationen führen, die das Langzeitoutcome und die Lebensqualität ehemaliger Intensivpatienten erheblich beeinträchtigen können. Seit der vergangenen Dekade findet durch technische Weiterentwicklungen und neue Sedierungs- und Weaningkonzepte ein Paradigmenwechsel statt. Patienten werden nicht mehr tief sediert, sondern sind vergleichsweise wach und kommunikationsfähig und können somit auch während der Intensivtherapie am Leben teilhaben. Schlüsselkonzepte bestehen in dem täglichen Aufwach- und Spontanatmungsversuch, in der Anpassung von Sedierung — bis zum Verzicht auf eine Sedierung — und adaptierte Analgesie sowie in dem regelmäßigen Delir-Assessment und der frühen Mobilisation unter Beatmung.

Peter Nydahl, Carsten Hermes, Rolf Dubb, Arnold Kaltwasser, Danny Schuchhardt, ProCare 1/2/2016

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