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Pflege 10. Juli 2014

Gute Aussichten

Der Druck der Tatsachen hat dann doch gewirkt: Die Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege wird reformiert und die Fachpflege künftig mit einem Bakkalaureatsstudium sowohl ihre praktische als auch ihre theoretisch und evidenz-fundierte Kompetenz erhalten. Damit schließt österreich nun an internationale Standards an, denn die Pflegeausbildung auf Hochschulniveau ist von Iran bis zu den USA schon längst etabliert — für die praxisbezogene Gesundheits- und Krankenpflege. Nun geht es also um die Umsetzung und letztlich auch um ein Umdenken. Dafür muss wohl noch einiges an Informationsarbeit geleistet werden sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene und schließlich auch in der Berufsgruppe selbst. Denn die Skepsis ist durchaus nicht zu unterschätzen, aber die Aussichten sind gut. Das vom Berufsverband mit der Gesundheit österreich/öBIG erarbeitete fünfstufige Kompetenzmodell der Gesundheits- und Krankenpflege, das auch für die Ausbildungsreform die Grundlage bildet, zeigt ganz klar und strukturiert, welche Kompetenzen mit welcher Ausbildung wahrgenommen werden können. Und jene, die bereits im Berufsleben mit der bisherigen Ausbildung stehen, werden dabei die Möglichkeit zum berufsbegleitenden Aufschließen an die neuen Anforderungen erhalten. „Das hohe Erfahrungswissen der herkömmlichen Ausbildungsabschlüsse in Pflegeberufen ist in diese Reformprozesse einzubinden“, so Ursula Frohner, Präsidentin des österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbands, im Interview mit PROCARE, das Sie in dieser Ausgabe lesen können. Entsprechende Upgrade-Studiengänge müssen daher entwickelt und angeboten werden. Und die erworbenen Kompetenzen werden auch zur „prozessorientierten Aufgabenverteilung“ führen (müssen). Neue Karrieremöglichkeiten werden auch die Attraktivität des Pflegeberufs deutlich steigern

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