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Pflege 19. Mai 2013

Beleuchtungsstärken an Stellen mit häufigen Sturzereignissen in einer stationären Pflegeeinrichtung

Zusammenfassung

Hintergrund/Zielstellung: Mangelnde Beleuchtung gilt als extrinsischer Risikofaktor für Stürze. Bislang gibt es nur wenige Erhebungen zum Zusammenhang von aktuellen DIN- und EN-Normen zu Beleuchtungsstärken und Stürzen in Pflegeeinrichtungen. Daher sollten in einer stationären Pflegeeinrichtung die Beleuchtungsstärken an Orten mit häufigen Sturzereignissen gemessen werden.

Methodik: In einer Vollerhebung wurden in einer stationären Pflegeeinrichtung 244 Sturzprotokolle aus 2 Jahren ausgewertet. An den Stellen im Gebäude mit häufigen Sturzereignissen wurde dann die Beleuchtungsstärke gemessen.

Ergebnisse: Die meisten Bewohner stürzten nachmittags und unbeobachtet in ihren Zimmern. Die Beleuchtungsstärken dort entsprachen weitgehend den Richtlinien der Normen. Am zweithäufigsten stürzten die Bewohner in den Aufenthaltsbereichen und Fluren. Dort wurden tagsüber die Richtlinien zur Beleuchtungsstärke etwa nur zu einem Drittel erfüllt. Ähnlich geringe Beleuchtungsstärken fanden sich in den Waschräumen, Duschen und Toiletten.

Diskussion/Schlussfolgerungen: Es zeigt sich, dass zumindest in den Räumen außerhalb der Bewohnerzimmer die Beleuchtungsverhältnisse stärker berücksichtigt werden müssen. Weitere Studien müssen die Auswirkung der Beleuchtungsstärke auf Sturzereignisse in stationären Pflegeeinrichtungen noch erhellen.

Abstract

Background/Aims: Insufficient lighting increases the risk of falling. Up to now only few studies have focussed on the relationship between the risk of falling and implementation of DIN and EN norms related to lighting intensity in nursing homes. Therefore, in this study the intensity of lighting at places with increased frequency of patients falling in a nursing home was investigated.

Methods: All 244 falls reported within the previous 2 years were analysed and the intensity of the lighting was measured at the sites within the building, where most of the falls of patients occurred.

Results: In most cases of residents falling the incident occurred during the afternoon in their rooms and were unobserved. The intensity of the lighting in the resident’s rooms fulfilled the DIN and EN norms. Day rooms and corridors were the places with the second largest number of registered falls and the intensity of lighting fulfilled the DIN and EN norms in only one third of these sites. Reduced lighting intensity was also measured in bathrooms, showers and toilets.

Discussions/conclusions: It became obvious that the intensity of lighting outside the resident’s rooms demands higher attention. Further studies are needed to investigate the relationship between the effects of lighting intensity and the risk of falling in nursing homes.

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