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Brustrekonstruktion mit Becker-Expandern allein und in Kombination mit Latissimuslappen

GRUNDLAGEN: Die Idee, die hinter der Entwicklung des permanenten Becker-Mammaexpanders stand, ist die Annahme, dass durch Überexpansion und anschließende Deflation eine bessere ptotische Form zu erzielen sei. Die Kombination dieser Technik mit der etablierten Methode des Latissimuslappens sollte zu einer weiteren Verbesserung beitragen. In der vorliegenden Untersuchung wurde versucht, anhand der eigenen Patientinnen diese Vorgaben zu objektivieren. METHODIK: Zwischen Juli 2003 und Mai 2007 wurden bei 34 Frauen in 43 Brüsten Becker-Expander implantiert. 19 Mal in Kombination mit einem Latissimuslappen. Im selben Zeitraum wurde in 9 Fällen ein Latissimuslappen mit einer klassischen Silikonprothese von fixem Volumen implantiert Der anatomisch geformte Beckerexpander wurde bei 10 Brüsten von 6 Frauen implantiert. Die Patientinnen wurden nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 30 Monaten nachuntersucht. ERGEBNISSE: Bei einer geringen Frühkomplikationsrate (1 Infekt) mussten 2 mit Lappen kombinierte Becker-Expander auf Grund eines MRT Befundes, der eine Ruptur suspizierte, explantiert werden – sie waren intakt. In der Gruppe der Lappenrekonstruktionen mit Beckerexpander konnten signifikant höhere Brustvolumina gegenüber den Patientinnen mit Lappen und konventionellen Prothesen festgestellt werden, eine deutlich verstärkte Ptose konnte bei keinem Verfahren objektiviert werden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Auch im Zeitalter der autologen Methoden stellt die Brustrekonstruktion mit Prothesen, ev. in Kombination mit Latissimuslappen eine wertvolle Alternative mit relativ geringem Aufwand und guten Ergebnissen – eine richtige Indikationstellung vorausgesetzt – dar. Bei größeren und ptotischen Brüsten ist die Verwendung eines Becker-Expanders unter dem Latissimuslappen zu empfehlen.

R. Koller, S. Gärner, A. Dobrovits, R. Kuzbari, European Surgery

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