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Nuklearmedizinische Diagnostik bei Patienten mit neuroendokrinen Tumoren

Neuroendokrine Tumoren (NET) stellen trotz steigender Inzidenz eine Gruppe seltener, gewöhnlich langsam wachsender Neoplasien mit Beziehung zu neuralen Zellen sowie der typisch endokrinen Fähigkeit zur Hormonproduktion dar.

Im Gegensatz zu konventionellen bildgebenden Verfahren bietet die molekulare Bildgebung die Möglichkeit der Darstellung vorhandener molekularer Biomarker, im Speziellen die für NET typische verstärkte Expression von Somatostatinrezeptoren (sstr) mit hoher diagnostischer Treffsicherheit, was zur Etablierung der Somatostatinrezeptorszintigraphie (SRS) als essentieller Bestandteil und Goldstandard der funktionellen Bildgebung im Rahmen der NET Diagnostik geführt hat.

Weiteres wichtiges Merkmal der Methode ist die Selektion von Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung und ausreichendem Uptake für die Peptidrezeptor-Radionuklidtherapie (PRRT).

Während Somatostatinrezeptor-PET und PET/CT mit Ga-68 markierten SSR-Analoga die logische Weiterentwicklung der SRS darstellt, kann die FDG-PET lediglich bei NET mit hoher proliferativer Aktivität eingesetzt werden und stellt keine Standardbildgebung von neuroendokrinen Tumoren dar. 18F-DOPA steht als alternativer PET-Tracer zur Evaluierung von NET für diverse Tumorentitäten zur Verfügung.

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