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Die Rolle der Nuklearmedizin beim differenzierten Schilddrüsenkarzinom

Bei Patienten mit Schilddrüsenkarzinom deckt die Nuklearmedizin wie bei kaum einer anderen Tumorentität das breite Spektrum von Diagnostik, Therapie und Nachsorge ab. Da die Klinik dieses Tumors oftmals unspezifisch ist und andererseits Schilddrüsenknoten durch Routineuntersuchungen häufig diagnostiziert werden, spielen neben der klinischen Untersuchung die Sonographie, Feinnadelbiopsie und Szintigraphie, die in nuklearmedizinischen Einrichtungen gemeinsam angeboten werden, zur Früherkennung eine wichtige Rolle. Auch wird nach erfolgter chirurgischer Thyreoidektomie bei histologisch verifiziertem differenziertem Schilddrüsenkarzinom in der Mehrzahl der Fälle eine aktinische Therapie mit Jod-131 an einer nuklearmedizinischen Therapiestation zur Restelimination oder gegebenenfalls zur Metastasentherapie angeschlossen. Die posttherapeutische und diagnostische 131J Ganzkörperszintigraphie haben neben der Halssonographie und der Tumormarkerbestimmung im Follow Up von Schilddrüsenkarzinompatienten einen etablierten Stellenwert. Durch die Entwicklung der dualen Bildgebung wie SPECT/CT und PET/CT mit der Möglichkeit auch entdifferenzierte Schilddrüsenkarzinome funktionell (18F-FDG, 68Ga-Rezeptor PET) und morphologisch (CT) darzustellen hat sich das Spektrum der nuklearmedizinischen Diagnostik noch erweitert.

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