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Laparoskopische Milzteilresektion bei einer Echinokokkuszyste

GRUNDLAGEN: Die laparoskopische Teilresektion der Milz ist ein sicherer und effektiver Eingriff. Parasitäre Milzzysten sind selten, und es gibt in der Literatur nur wenige Daten über ihre laparoskopische Behandlung. Allgemein herrscht die Meinung, dass eine Milz mit einer parasitären Zyste in toto entfernt werden sollte, um eine akzidentelle intraoperative Öffnung der Zyste und eine mögliche peritoneale Kontamination zu vermeiden. METHODIK: Wir berichten über den ersten Fall einer laparoskopischen Milzteilresektion bei einem 15-jährigen Jungen mit einer Echinokokkuszyste der Milz. ERGEBNISSE: Obwohl in der Literatur zur Behandlung von Echinokokkuszysten der Milz eine totale Splenektomie empfohlen wird, haben wir nach 13 Monaten nach einer laparoskopischen Milzteilresektion wegen Echinokokkuszyste keine Komplikationen feststellen können. Somit gilt die Erkrankung als verheilt. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Im Gegensatz zur herrschenden Meinung konnten wir feststellen, dass die laparoskopische Milzteilresektion eine Möglichkeit zur Behandlung von Echinokokkuszysten der Milz darstellt. Einerseits werden durch die Teilresektion die wichtigen immunologischen Funktionen der Milz erhalten und andererseits kommen dem Patienten die Vorteile der minimal invasiven Operation wie weniger Schmerzen und ein besseres kosmetisches Ergebnis zugute.

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