zur Navigation zum Inhalt
 

Das Gallenblasenkarzinom – Nur die Chirurgie ermöglicht eine Heilung

GRUNDLAGEN: Das Gallenblasenkarzinom (GBC) ist ein seltenes Karzinom, welches eine höhere Inzidenz bei Frauen als bei Männern hat. Das GBC hat zumeist eine schlechte Prognose. METHODIK: Es wird eine Übersicht über die Literatur und aktuelle therapeutische Konzepte gegeben. ERGEBNISSE: In der Karzinomentstehung scheint die chronische Entzündung und die Dysplasie eine größere Bedeutung zu haben als das Adenom. Der Ultraschall und das CT sind für die Evaluierung der lokalen Tumorextension sehr effektiv. Die Resektion ist die einzige kurative therapeutische Option beim GBC. Die Cholezystektomie ist die adäquate Therapie für T1-GBC. Im Falle von T2-Tumoren ist eine Leberresektion im Bereich des Gallenblasenbettes mit zumindest 2 cm Abstand und eine Lymphadenektomie wie bei T3/T4 erforderlich. Bei T3-Tumoren sollte der Leberresektionsrand zumindest 3 cm sein, und bei T4-Tumoren ist eine zusätzliche Resektion der extrahepatischen Gallenwege erforderlich. Die konservativen onkologischen Optionen für das GBC werden kontroversiell diskutiert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine frühe Tumordiagnose und eine radikale Resektion sind die einzigen Parameter, welche eine Heilung bei Patienten mit GBC ermöglichen, aber es ist nur bei einer geringen Patientenanzahl möglich.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben