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Single-center Erfahrungen zur stadiengerechten Hämorrhoidentherapie

GRUNDLAGEN: Das Ziel dieser retrospektiven Studie war es, die Ergebnisse nach stadiengerechter Hämorrhoidentherapie (I–IV°) an einer spezialisierten Abteilung zu untersuchen. METHODIK: Die Krankengeschichten aller konsekutiv an der Abteilung behandelten Patienten mit Hämorrhoidalleiden von Juli 2001 bis Dezember 2005 wurden mit Berücksichtigung der Früh- und Spätkomplikationen untersucht. ERGEBNISSE: Insgesamt wurden 668 Patienten (284 weiblich, 384 männlich; Durchschnittsalter 52,2; 17–94 Jahre) an unserer Abteilung mit konservativem Vorgehen in 281 (42,1%) oder chirurgischem Vorgehen in 387 (57,9%) Fällen stadiengerecht behandelt. Marisken und simultaner Mukosaprolaps waren die häufigsten Begleitsymptome. Postoperative Komplikationen umfassten Schmerz (8,1%), Blutung (9,1%) und Stuhlinkontinenz (3,4%). Patienten nach Staplerhämorrhoidopexie zeigten eine höhere Rezidivrate als nach konventioneller Hämorrhoidektomie (10% vs. 0%, p = 0,048). Imperativer Stuhldrang war häufiger nach Staplerhämorrhoidopexie (34,5% vs. 22,2%) und die Inzidenz von Analstrikturen seltener als nach konventioneller Hämorrhoidektomie (5,5% vs. 25%). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die stadiengerechte Hämorrhoidentherapie unter Berücksichtigung des klinischen Erscheinungsbildes und dem Ausmaß des Mukosaprolapses sollten heute als Standard gefordert werden.

F. Aigner, A. Schwamberger, H. Fritsch, R. Margreiter, F. Conrad, H. Bonatti, European Surgery

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