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58 Jahre Barrett's Ösophagus

GRUNDLAGEN: Die Geschichte des Barrett's Ösophagus reicht nun schon fast 60 Jahre zurück und ist immer noch nicht zu Ende erzählt. METHODIK: Übersicht zur Geschichte des Barrett's Ösophagus. ERGEBNISSE: Die unglaubliche Begeisterung, die Chirurgen und Gastroenterologen dem Barrett's Ösophagus entgegenbringen, ist beispiellos. Am Beginn interessierten die Chirurgen vor allem die Komplikationen der Refluxkrankheit (Striktur, Ulzeration, Blutung). Das Zylinderepithel in der Speiseröhre wurde zuerst für angeboren gehalten, und später erkannte man, dass es eine Folge des gastroösophagealen Refluxes war. Über die Jahre hat die Histologie zunehmend an Bedeutung für Verständnis und Management des Barrett's Ösophagus gewonnen. Die Funktionsdiagnostik zeigte die mit dem Barrett's Ösophagus assoziierten schweren Störungen der Physiologie der Speiseröhre. Schlussendlich erkannte man, dass der Barrett's Ösophagus maligen entarten konnte, was das Interesse dieser Erkrankung weiter steigerte. Derzeit können durch besseres Verständnis der molekularen Biologie dieser Erkrankung Fortschritte in der Therapie erzielt werden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Durch frühzeitige Diagnose kann der Barrett's Ösophagus mit weniger invasiven Methoden behandelt werden. Die Häufigkeit von Barrett's Ösophagus nimmt weltweit deutlich zu und wird durch Ernährungsgewohnheiten verursacht, die auch zum metabolischen Syndrom führen. Eine Modifikation des Essverhaltens ist ein neuer Ansatz zur Prävention von Barrett's Ösophagus.

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