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Obstruierende Mesenterialzyste ist nicht immer die Ursache einer Obstruktion

GRUNDLAGEN: Zu den Differenzialdiagnosen bei Neugeborenen mit einer Stenose im Bereich des Dünndarms gehören u. a. Dünndarmatresien oder Mesenterialzysten des Dünndarmes. Während klinisch diese beiden Diagnosen nicht von einander zu unterscheiden sind, ist die operative Therapie verschieden. Eine Mesenterialzyste wird, wenn möglich, enculeiert, während eine Dünndarmatresie reseziert und anastomosiert werden sollte. METHODIK (FALLBERICHT): Wir beschreiben den Fall eines Neugeborenen, bei dem während der Operation sowohl Dünndarmatresien als auch multiple Mesenterialzysten entdeckt wurden. ERGEBNISSE: Während der Laparatomie wurden zunächst im proximalen Teil des Dünndarmes mehrere Mesenterialzysten, die Stenosen im Dünndarm zur Folge haben können, gefunden. Trotz dieser Diagnose wurde der restliche Dünndarm evaluiert und 2 isolierte Typ-I-Atresien, deutlich distal von den Mesenterialzysten, nachgewiesen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Unseres Wissens ist dies der erste Patient, mit der Diagnose Dünndarmatresie und Mesenterialzysten. Obwohl wir wissen, dass es sich hierbei um eine seltene Kombination zweier Krankheitsbilder handelt, möchten wir darauf hinweisen, dass nur eine alleinige Enucleation einer Mesenterialzyste des Dünndarmes bei Zeichen einer Dünndarmobstruktion eventuell nicht ausreichend ist. Der Dünndarm sollte immer sorgfältig auf weitere Pathologien untersucht werden.

R. Rassouli-Kirchmeier, J. B. F. Hulscher, Z. J. de Langen, European Surgery

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