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Neurologie 1. Februar 2008

Strukturelles Neuroimaging der Basalganglien bei Schizophrenie: ein Review

Verschiedene Gründe sprechen für eine wichtige Rolle der Basalganglien in der Schizophrenie-forschung: So findet sich in diesen Strukturen eine hohe Dichte an Dopaminrezeptoren, an welchen viele Neuroleptika wirken, mit denen die Schizophrenie seit Jahren erfolgreich behandelt wird. Andererseits haben die Basalganglien eine wichtige Funktion bei der Ausübung höherer kognitiver Funktionen wie Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit und zielgerichtetes Verhalten, die allesamt bei Schizophrenie-kranken Störungen unterliegen. Die Magnetresonanztomographie erlaubt eine nicht-invasive Darstellung und Messung dieser Strukturen in Vivo. Ziel dieser Arbeit war daher die Erfassung aller verfügbaren Studien zur Magnetresonanztomographie von Basalganglien bei Schizophrenie. Zusammenfassen zeigten sich in den Ergebnissen Hinweise auf verminderte Nucleus Caudatus-Volumina bei Erstmanifestation der Erkrankung, wohingegen Untersuchungen chronisch erkrankter Schizophrener überwiegend Volumsvergrößerungen von Caudatus, Putamen und Pallidum zeigen. Die Ergebnisse von Verlaufsstudien zeigen, dass atypische und typische Neuroleptika unterschiedliche morphologische Veränderungen hervorrufen und, dass diese Veränderungen dynamisch und reversibel sind. Zum besseren Verständnis jener Mechanismen, welche strukturelle Veränderungen der Basalganglien bei Schizophrenie bewirken, werden weitere Untersuchungen erforderlich sein, in denen insbesondre Medikamenteneffekte eine verstärkte Beachtung finden sollten.

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