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Neurologie 15. Dezember 2014

Gedächtnisschwund frühzeitig vorbeugen

Der Grundstein liegt in der Kindheit

Gedächtnisschwund und Mittel zur Vorbeugung standen im vergangenen Frühjahr auf dem Programm des 30. International Congress of Clinical Neurophysiology in Berlin.

Mit zunehmendem Alter verschlechtert sich das Gedächtnis und Denken, Orientierung, Auffassungsgabe, aber auch die Lern- und Entscheidungsfähigkeit. In Deutschland rechnet man mit einer Zunahme der Zahl der Demenzkranken von derzeit etwa 1,1 Millionen Menschen auf das Dreifache bis zum Jahr 2040. Bisher gibt es keine Medikamente, die eine Demenz vorbeugen.

Zusätzlich zu den Lebensstilfaktoren, die sich in den Risiken wie starkes Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck im mittleren Lebensalter, Rauchen, körperliche Inaktivität, Depression oder einem niedrigen Bildungsstand manifestieren, führten die Experten auch Aspekte an, die bereits in sehr frühen Abschnitten des Lebens Einfluss auf die späteren kognitiven Leistungen nehmen können.

Gesunder Nachtschlaf verankert Gedächtnisinhalte

Inzwischen gilt als sicher, dass der Schlaf eine Funktion in der Verankerung neuer Gedächtnisinhalte hat. Inwieweit der häufig bei älteren Menschen gestörte Schlaf zu Gedächtnisstörung beiträgt, wird derzeit erforscht.

Zufriedenes und glückliches Leben günstig für’s Gedächtnis

„Bekannt ist, dass chronische Depression einen negativen Einfluss auf die Gedächtnisleistung hat. Bei einer Depression verringert sich die Anzahl neuer Nervenzellen im Gehirn. Auch die entzündliche Aktivität im Gehirn steigt an, was das Gedächtnis beeinträchtigt. Wieweit ein glückliches Leben positive Auswirkungen hat, ist noch zu untersuchen.

Altern beginnt im Mutterleib

Starker Stress für die schwangere Mutter beeinträchtigt die Gedächtnisleistung des Kindes – besonders im Alter. Umgekehrt gilt: Viel Zuwendung in der frühen Lebensphase für Säuglinge und Kleinkinder hat einen bleibenden positiven Effekt auf die spätere Gedächtnisleistung.

Quelle: Presseaussendung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN)

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