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Komplementärmedizin 12. September 2016

Sport bei Krebs

RH. Dass körperliche Aktivität bei Brustkrebspatientinnen nicht nur die Fitness steigert, sondern auch Begleiterscheinungen der Erkrankung wie Fatigue und Depressionen bessert, ist bekannt.

Durch Sport lässt sich in diesem Zusammenhang jedoch noch weit mehr bewirken; vor allem wurde ein günstiger Einfluss auf das Überleben gezeigt.

Rezente Metaanalyse

Jose F. Meneses-Echávez vom Norwegian Institute of Public Health in Oslo und sein Team haben acht randomisierte kontrollierte Studien ausgewertet, die sich mit dem Thema Sport bei Brustkrebs und dessen Einfluss auf Entzündungsmediatoren befasst haben (CEBP 2016; online 12. April).

Insgesamt flossen die Daten von 478 Brustkrebspatientinnen in die Metaanalyse ein, das mittlere Alter lag bei 54 Jahren. Die Frauen in den aktiven Gruppen hatten über im Mittel 19 Wochen das jeweilige Sportangebot wahrgenommen. Nach der Intervention wurden jeweils die Serumspiegel von mindestens einem der folgenden Entzündungsmediatoren gemessen: IL-2, IL-6, IL-8, IL-10, CRP und TNF-alphaα.

Die stärkste Evidenz ergab sich für Interleukin IL-6: Acht Studien hatten Daten hierzu geliefert; demnach war die Serumkonzentration nach dem Sport um 0,55 pg/ml niedriger als in der nicht aktiven Kontrollgruppe (die Angabe erfolgte als gewichtete mittlere Differenz), was einer statistisch signifikanten Reduktion entspricht.

In Subgruppenanalysen, die nach den Trainingsarten differenzierten, hatte speziell Yoga einen signifikanten Effekt auf die IL-6- und TNF-alphaα-Konzentrationen im Serum. Nach Meneses-Echávez und Kollegen ist der Nutzen von Sport vor allem gegen das Begleitsymptom Fatigue bei Krebspatientinnen bereits relativ gut belegt.

http://cebp.aacrjournals.org/content/25/7/1009 .

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