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Komplementärmedizin 1. Jänner 2011

Integration von Komplementärmedizin in Medizinische Hochschulen in Österreich, Deutschland und der Schweiz – Ergebnisse einer Querschnittsstudie

GRUNDLAGEN: Ziel der Studie war es die Meinung von Entscheidungsträgern zum Thema "Komplementärmedizin" in medizinischen Hochschulen in den drei deutschsprachigen Ländern zu untersuchen und zu erfragen, ob und wie Komplementärmedizin in die medizinischen Hochschulen integriert wurde.

METHODIK: Im Rahmen dieser Querschnittsstudie schickten wir einen Fragebogen an Instituts- und Klinikdirektoren in Österreich (n = 75), Deutschland (n = 873) und der Schweiz (n = 69). ERGEBNISSE: 487 Fragebogen wurden zurückgeschickt. 40 % der Antwortenden hatten eine positive Einstellung zur Komplementärmedizin, 28 % eine neutrale und 29 % eine negative. Die komplementärmedizinischen Verfahren die am positivsten beurteilt wurden waren Akupunktur, Ostopathie und Naturheilkunde. Die Mehrheit der Antwortenden war für die Integration der Komplementärmedizin in die Medizinischen Hochschulen (Forschung 85 %, Lehre 84 % and Behandlung 60 %). Allerdings gaben nur 162 Antwortende (34 %) an, dass Komplementärmedizin bereits in ihre medizinischen Hochschulen integriert wurde (Behandlung 26 %, Forschung 19 %, Lehre 18 %). Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen den Ländern.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Mehrheit der Antwortenden war für eine Integration von Komplementärmedizin in die medizinischen Hochschulen. Allerdings ist die Integration der Komplementärmedizin in den medizinischen Hochschulen derzeit sehr limitiert.

Benno Brinkhaus, Claudia M. Witt, Susanne Jena, Angelina Bockelbrink, Miriam Ortiz, Stefan N. Willich, Wiener Medizinische Wochenschrift 1/2/2011

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