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An attachment research perspective on ADHD

Since the beginning of clinical attachment research in the mid-1980s the number of research projects in this area has been continuously increasing. The research questions so far can be allocated to numerous medical disciplines such as psychosomatic medicine, adult psychiatry or child and adolescent psychiatry. Recently, children with ADHD and their families have also become subjects of this branch of research. Their specific behavioral characteristics from early childhood on constitute unique challenges on the parent-child interaction. If these interactions develop in a suboptimal way, children may develop an insecure or even a disorganized attachment quality. The latter represents a risk factor for a clinically significant psychopathological development.

This article initially presents basic principles of attachment theory and discusses the relevance of the cardinal symptoms of ADHD for clinical attachment research. Subsequently, it outlines and discusses the main results of existing research regarding attachment and ADHD. It concludes with a perspective on research questions that need to be addressed in the future with regard to a transgenerational model that highlights the importance of parental attachment representations to the development of children’s attachment quality.

Zusammenfassung

Seit Beginn der klinischen Bindungsforschung in der Mitte der 80er-Jahre hat die Anzahl der dort angesiedelten Forschungsprojekte stetig zugenommen. Die mittlerweile bearbeiteten Fragestellungen können zahlreichen medizinischen Fachrichtungen wie beispielsweise der Psychosomatik, der Erwachsenenpsychiatrie oder auch der Kinder- und Jugendpsychiatrie zugeordnet werden. Auch Kinder mit ADHS und ihre Familien sind inzwischen zum Gegenstand dieses Forschungszweiges geworden. Ihre ab der frühen Kindheit auftretenden Verhaltensbesonderheiten stellen besondere Herausforderungen an die Eltern-Kind-Interaktion. Entwickelt sich diese suboptimal, dann können Kinder eine nicht-sichere oder gar desorganisierte Bindungsqualität entwickeln. Letztere entspricht einem Risikofaktor für eine klinisch bedeutsame psychopathologische Entwicklung.

Der Beitrag klärt zunächst bindungstheoretische Grundlagen und erörtert anschließend die Relevanz der Kardinalsymptome von ADHS für die klinische Bindungsforschung. Nachfolgend werden die Hauptbefunde vorliegender Forschungsarbeiten zum Thema Bindung und ADHS skizziert und bewertet. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf Forschungsfragen, die es künftig zu bearbeiten gilt. Letzteres geschieht unter Einbezug eines transgenerationalen Modells, in dem die Bedeutung der elterlichen Bindungsrepräsentation für die Entwicklung der kindlichen Bindungsqualität aufgezeigt wird.

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