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Verdickung der IMT

Passivrauchen in der Kindheit hinterlässt vaskuläre Spuren.

Passivrauchen hinterlässt in den Gefäßen von Kindern qualmender Eltern Spuren, die noch Jahrzehnte später nachweisbar sind.

Wer als Kind ständig dem Zigarettenqualm seiner rauchenden Eltern ausgesetzt ist, hat als Erwachsener nachweisbare strukturelle Gefäßveränderungen in Form einer Verdickung bestimmter Gefäßwandschichten. Das belegen Studienergebnisse einer finnisch-australischen Forschergruppe um Dr. Seana Gall aus Hobart (Exposure to parental smoking in childhood or adolescence is associated with increased carotid intima-media thickness in young adults: evidence from the Cardiovascular Risk in Young Finns study and the Childhood Determinants of Adult Health Study.Eur Heart J 2014, online 4. März).

Ihre Untersuchung basiert auf Daten von 3.776 Personen, die als Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3 und 18 Jahren in zwei 1980 und 1985 gestartete Beobachtungsstudien aufgenommen worden waren. Nach einer Befragung zum Rauchverhalten der Eltern wurde dann bei den inzwischen Erwachsenen in den Jahren zwischen 2001 und 2007 bzw. 2004 bis 2006 per Ultraschall die Intima-Media-Dicke (IMT, intima media thickness) in der Gefäßwand der Karotisarterien gemessen.

Dickenzunahme der IMT

Festgestellt wurde eine signifikante Dickenzunahme der IMT bei jenen Erwachsenen, die in ihrer Kindheit mit rauchenden Eltern zusammengelebt hatten, im Vergleich zu Personen mit Nichtrauchern als Eltern. Allerdings war der Unterschied mit 0,015 mm relativ gering (0,647 versus 0,632 mm).

Gleichwohl attestierten die Untersucher auf Basis der festgestellten Veränderungen den Arterien von Erwachsenen, die als Kinder Passivraucher waren, ein um 3,3 Jahre höheres „Gefäßalter“.

Gefäßschädigung dann, wenn beide Eltern Raucher waren

Diese beschleunigte Gefäßalterung war aber nur dann gegeben, wenn beide Elternteile Raucher gewesen waren. Hatte nur einer der beiden gequalmt, waren rund 25 Jahre später keine signifikanten Auswirkungen auf die Gefäßwandstruktur feststellbar. Die Assoziation von früher Rauchexposition und IMT-Verdickung war unabhängig davon, ob die Kinder und Jugendlichen später selbst Raucher waren oder nicht.

springermedizin.de/ob, Ärzte Woche 13/2014

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