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Schilddrüsenhormon-Serumkonzentrationen als Prädiktor der Mortalität von Intensivpatienten: Eine vergleichende prospektive Studie

HINTERGRUND: Die Mortalität von Intensivpatienten ist ziemlich hoch. Ziel dieser Studie war es, die Rolle beziehungsweise den Wert verschiedener Marker bei der Vorhersage des Überlebens von Intensivpatienten zu erheben. Bezogen auf die Zahl der Patienten ist die vorliegende Studie die größte ihrer Art. Überdies versucht sie das Ausmaß der bei Intensivpatienten beobachteten Suppression der Schilddrüsenhormone mit dem Anstieg des Procalcitonins (pCT) zu korrelieren. PATIENTEN UND METHODEN: In die endgültige Analyse wurden 417 Patienten (235 Männer = 56 %; 182 Frauen = 44 %)) aufgenommen. Folgende Parameter wurden hinsichtlich ihrer Wertigkeit als Prädiktoren der Mortalität geprüft: Alter, APACHE II Score, pCT, freies Trijodthyronin (fT3), freies Thyroxin (fT4) und Thyreoidea stimulierendes Hormon (TSH). ERGEBNISSE: Bei unseren Intensivpatienten waren hohe APACHE II Scores und niedrige pCT Konzentrationen, sowie Suppression von fT3, fT4 und TSH Konzentrationen alle mit einer höheren Mortalität assoziiert (p < 0.001). Außerdem war die Erniedrigung der Schilddrüsen-hormone reziprok mit einem hohem APACHE II Score und pCT Konzentrationen korreliert (p < 0.05). SCHLUSSFOLGERUNG: Die Erhebung des APACHE II Scores, sowie die Messung der Konzentrationen von pCT, fT4, fT3 und TSH sind möglicherweise als Prädiktoren der Mortalität nützlich.

Adnan Tas, Tamer Tetiker, Yavuz Beyazit, Hacer Celik, Yusuf Yesil, Wiener klinische Wochenschrift 5/6/2012

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