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Qualität der Herz-Lungen-Wiederbelebung unter dem universellen Algorithmus 2005

HINTERGRUND: Eine optimale Herz-Druck-Massage stellt die Grundlage jeder erfolgreichen Reanimation dar. Das ideale Verhältnis von Thoraxkompressionen zu Atemspenden ist weiterhin Gegenstand von Untersuchungen, die Wichtigkeit des sofortigen Beginnes einer ausreichend tiefen Herzdruckmassage nach Eintreten des Herzkreislaufstillstandes sowie die Reduktion von Unterbrechungen der Herzdruckmassage ist jedoch eindeutig bewiesen. Im Jahr 2005 wurden die Richtlinien für Basisreanimationsmaßnahmen durch das European Resuscitation Council grundlegend verändert. Ziel war es, Unterbrechungen der Herz-Druck-Massage zu minimieren. Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden Ersthelferreanimationen am Übungsphantom nach den Richtlinien 2000 mit jenen von 2005 verglichen. METHODEN: Nach positivem Votum der Ethikkommission wurde die Studie im randomisierten cross-over Design durchgeführt. Teilnehmer wurden nach einer jeweils zehn Minuten dauernden Unterrichts- und Übungsperiode aufgefordert, fünf Minuten Basisreanimation am Übungsphantom durchzuführen. Endpunkte der Studie waren die hands-off-Zeit (Zeit im Herzkreislaufstillstand ohne Herzdruckmassage) sowie Gesamtzahl der Thoraxkompressionen. ERGEBNIS: Fünfzig Probanden wurden eingeschlossen, eine Probandin zog sich nach der Randomisierung aus der Studie zurück. Die hands-off-Zeit war unter den Reanimationsrichtlinien 2005 signifikant kürzer als unter den Richtlinien 2000 (MW ± SD: 107 ± 19 sec vs. 139 ± 15 sec.; p < 0.0001). Weiters war auch die Gesamtzahl der Thoraxkompressionen unter den Reanimationsrichtlinien 2005 gegenüber den Richtlinien 2000 signifikant verbessert (347 ± 64 vs. 233 ± 51 Kompressionen; p < 0.0001). SCHLUSSFOLGERUNG: Basisreanimation nach den Richtlinien 2005 zeigte am Übungsphantom eine signifikante Verbesserung wesentlicher Qualitätsparameter der Herz-Lungen Wiederbelebung.

Bernhard Roessler, Roman Fleischhackl, Heidrun Losert, Cosima Wandaller, Jasmin Arrich, Martina Mittlboeck, Hans Domanovits, Kaus Hoerauf, Wiener klinische Wochenschrift

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