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© Winkler-Hermaden
„Kaiser Franz Joseph I.“, Winkler-Hermaden, 132 Seiten.
© picture alliance/IMAGNO/Austrian Archives

Der Monarch in Mürzsteg (Jagdschloss), 1905.

 
Pulmologie 7. Dezember 2015

War es sehr schön, hat es ihn gefreut? Headline

Prachtbildbände und Ausstellungen feiern und hinterfragen die Ära von Franz Joseph I., dessen 100. Todestag sich bald jährt.

Die kaiserlose, die schreckliche Zeit. So klagten viele aus der Großeltern-Generation, die junge Männer und Frauen waren, als Franz Joseph I. noch regierte. Jenseits dieser Verklärung versuchen Historiker seit Jahren ein realistisches Bild seiner Regierung zu zeichnen. 2016 wird ein Jahr der kritischen Auseinandersetzung mit dem Langzeitmonarchen, Bücher und eine Ausstellung sind in Vorbereitung.

„Bis zu seinem Tod (am 23.11.1916, an Herzschwäche nach Lungen- und Rippenfellentzündung, Anm.) hat Kaiser Franz Joseph nie von Frieden gesprochen. Und er hat sehr wohl damit gerechnet, dass es kein isolierter Krieg gegen Serbien sein wird. Die tatsächlichen Dimensionen des Ersten Weltkrieges waren ihm aber völlig unklar.“ So urteilt der Militärhistoriker Manfried Rauchensteiner über Franz Joseph in einem Presse-Interview 2014. Der ehemalige Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums und ausgewiesene Doppeladler-Experte wird auch 2016 ein gefragter Interviewpartner sein.

Die ersten Bücher aus Anlass des bevorstehenden 100. Todestages Franz Josephs sind schon da, wie jenes von Michael Göbl und Irmgard Pangerl. Diese haben einen Bildband zusammengestellt, in dem in chronologischer Abfolge teils unbekannte und unveröffentlichte Bilder, Fotos und Dokumente seines Lebens, seiner Politik, seiner Reisen oder seiner wissenschaftlichen und künstlerischen „Gunsterweise“ gezeigt werden.

Sonderausstellung Franz Joseph (1830 bis 1916), 16. März bis 27. November 2016, Schloss Niederweiden und Schloss Schönbrunn.

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