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Pulmologie 14. September 2015

Atemnot tritt seltener auf

Duale Bronchodilatation optimiert die Symptomkontrolle.

Langwirksame Bronchodilatatoren können bei COPD die Hauptsymptomatik im progredienten Krankheitsprozess deutlich lindern.

In der Versorgung von Patienten mit Atemwegserkrankungen sind in den vergangenen Jahren klare Fortschritte erzielt worden – auch im Bereich der nicht pharmakologischen Therapie.

Als Beispiele führte Prof. Dr. Tobias Welte von der Medizinischen Hochschule Hannover bei einer Veranstaltung in Nürnberg die Raucherentwöhnung, ambulante Bewegungstherapie und Infektionsprävention an. Allerdings spiegelten sich die Anti-Raucherkampagnen noch nicht in einem Rückgang der COPD-Inzidenz, so Welte.

Bezüglich der medikamentösen COPD-Therapie empfiehlt die Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) für die kontinuierliche Therapie langwirksame Bronchodilatatoren. In einschlägigen Studien erwies sich die Fixkombi aus dem langwirksamen β-2-Agonisten (LABA) Indacaterol und dem langwirksamen Muskarin-Antagonisten (LAMA) Glykopyrronium Monotherapien mit kurzwirksamen Anticholinergika, β-2-Mimetika oder inhalativen Kortikosteroiden als überlegen.

Entgegen den GOLD-Empfehlungen erhielten viele COPD-Patienten im Frühstadium inhalative Steroide, die keinen positiven Einfluss auf Lungenfunktion und COPD-Symptome haben. Es gelte, Asthma- von COPD-Symptomen zu differenzieren, so Welte bei der von Novartis Pharma unterstützten Veranstaltung.

In der QUANTIFY-Studie prüften die Autoren den Effekt der Fixkombi Indacaterol/Glykopyrronium auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität im Vergleich zu den Effekten der Einzelsubstanzen Tiotropium und Formoterol. Im Hinblick auf den primären Endpunkt erwies sich QVA149 gegenüber den Einzelsubstanzen als nicht unterlegen, so das Studienergebnis. Das Symptom „Atemnot“ besserte sich signifikant unter QVA149 gegenüber den Vergleichspräparaten.

Dieser Effekt erkläre sich aus der synergistischen Wirkung von β-2-Agonisten und Muskarin-Antagonisten am Zielort, sagt Welte.

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