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Pulmologie 11. April 2014

Paracetamol bei Asthma

Kein signifikanter Anstieg der bronchialen Hyperreagibilität bei erwachsenen Asthmatikern.

Bei Kindern scheint die Einnahme von Paracetamol nicht nur das Risiko für eine spätere Asthma-Erkrankung zu erhöhen, sondern auch die Symptome eines bereits bestehenden Asthmas zu verschlimmern. Für erwachsene Asthmatiker ließ sich dieser Zusammenhang nicht belegen. Die Studienautoren mahnen dennoch zur Vorsicht ( Ioannides et al.: BMJ open 2014; 4: e004324 ).

94 erwachsene Asthmatiker wurden in zwei Gruppen randomisiert, 85 beendeten die Studie. Gruppe 1 nahm 12 Wochen lang zweimal täglich 1 g Paracetamol ein, die anderen Placebo. Eingeschlossen wurden nur Teilnehmer mit einem FEV1≥ 70%, der PC20-Wert musste zwischen 0,125 und 16 mg/ml liegen. Hatte sich in den vorausgehenden zwei Monaten die Symptomatik verschlechtert oder wurden regelmäßig Paracetamol, hochdosiert Acetylsalicylsäure oder andere nicht-steroidale Antiphlogistika eingenommen, galt das ebenso als Ausschlusskriterium, wie das Rauchen (>10 Packungsjahre).

Es ließ sich kein statistisch signifikanter Anstieg der bronchialen Hyperreagibilität in der Paracetamol- im Vergleich zur Placebogruppe feststellen. Die PC20-Werte nach Abschluss der Studie waren mit denen der Ausgangswerte vergleichbar. Auch bei den FEV1- und ACQ-Werten zeigten sich keine statistisch signifikanten Unterschiede. Dennoch brauche es mehr und größere Studien, ehe Paracetamol für Asthmatiker als sicher gelten dürfe, betonen die Autoren. Zudem stellen sie den negativen Einfluss einer Paracetamol-Einnahme in der frühen Kindheit auf das spätere Asthmarisiko in keiner Weise infrage.

springermedizin.de/CL, Ärzte Woche 16/2014

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