zur Navigation zum Inhalt
 
Pulmologie 1. Februar 2011

Ergebnisse von thransthorakalen CT-gezielten Tru-Cut Biopsien: Komplikationen und damit verbundene Risikofaktoren

EINLEITUNG: Die transthorakale Biopsie (TTB) ist eine gut definierte und effiziente Methode zur Gewinnung von Gewebe für die histopathologische Diagnose pulmonaler Läsionen. Sie ist weniger invasiv als chirurgische Verfahren und hat eine bessere diagnostische Aussagekraft als Fein-Nadel-Biopsien (FNAB), vor allem bei der Beurteilung benigner Läsionen. In der vorliegenden Studie präsentieren wir unsere mit TTB erhobenen Ergebnisse, sowie die Komplikationen beziehungsweise die damit verbundenen Risikofaktoren. MATERIAL UND METHODEN: 102 Patienten, bei denen zwischen Jänner 2003 und Dezember 2007 pulmonale Läsionen mittels CT gezielter TTB evaluiert wurden, sind in die Studie aufgenommen. TTB assoziierte Komplikationen wurden festgehalten. Faktoren, wie die Tiefe und Größe der Läsion, sowie das Ausmaß eines um die Läsion bestehenden Emphysems wurden mit χ2-Test evaluiert. ERGEBNISSE: Von den gewonnenen Gewebeproben waren 51 % histopathologisch malign und 49 % benign. Bei 15,7 % der 102 Prozeduren entstand ein Pneumothorax. Das Risiko der Entwicklung eines Pneumothorax stieg signifikant mit dem Abstand der Läsion von der Pleura, mit der Größe der Läsion, sowie mit dem Ausmaß emphysematöser Veränderungen rund um die Läsion. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Komplikationsrate der TTB ist mit der der FNAB vergleichbar. In Zentren, wo die zytologische Diagnostik von pulmonalen Läsionen insuffizient ist, empfehlen wir die routinemäßige Anwendung der CT-gezielten TTB, da diese ebenso verlässlich ist, wie die FNAB.

Fahri Halit Beşir, Remzi Altın, Levent Kart, Muhammed Akkoyunlu, Hüseyin Özdemir, Tacettin Örnek, Sadi Gündoğdu, Wiener klinische Wochenschrift 3/4/2011

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben