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Pulmologie 1. Dezember 2009

Nasale Anwendung von Fentanylzitrat zur Kupierung von Atemnot in der Palliativversorgung – Überblick und Fallbeispiel

Schwere Atemnot ist das bedrohlichste Symptom Sterbender und einer der häufigsten Gründe unerwünschter Krankenhauseinweisungen am Lebensende [1]. Besonders in der häuslichen Umgebung wäre eine nicht invasive, sichere und hocheffektive Methode zur Kontrolle der Dyspnoe erwünscht. Fentanyl scheint wegen seines schnellen und effizienten Wirkungseintritts zur Behandlung der Dyspnoe besonders geeignet zu sein. Seit 2003 hat das PalliativNetz Osthessen (PNO) über 600 Patienten im ambulanten Bereich mit nasalem Fentanyl (naF) versorgt. Die Anwendung von naF ist sehr einfach, die Anwender sollten aber vor Augen haben, dass man mit der Reinsubstanz eines hocheffektiven Analgetikums behandelt. Sowohl Ärzte als auch Apotheker müssen sich vor den ersten Anwendungen ausreichend über die Grundlagen der Herstellung und Anwendung informieren. Hierzu werden zwei typische Fälle aus der Praxis vorgestellt. Die klinische Erfahrung lässt vermuten, dass die intranasale Anwendung bei akuter Dyspnoe der intravenösen Symptomkontrolle nicht unterlegen ist. Im ambulanten Setting mit der Anwendung durch den Patienten selber oder pflegende Angehörige, ist die Nicht-Invasivität somit ein großer Gewinn für die Therapie. Prospektive Studien hierzu sind notwendig um die Methode zu überprüfen.

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