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Onkologie 1. Juni 2011

Partnerschaft und Krebs: Erleben Krebspatienten und deren Partner in ihrer Beziehung durch die Erkrankung Veränderungen – kann ein sekundärer bzw. tertiärer Krankheitsgewinn festgestellt werden?

Diese Arbeit soll Veränderungen in der Partnerschaft während einer Krebserkrankung untersuchen und einen möglichen sekundären bzw. tertiären Krankheitsgewinn aufzeigen. Es nahmen 32 Patienten und deren Partner (n = 64) teil. 84 % der Patienten erleben eine Veränderung der Partnerbeziehung in positiver Richtung. Die vom Partner erhaltene Unterstützung nimmt im Sinne des sekundären Krankheitsgewinns zu. 69 % der Patienten gaben an, dass ihre Partner vermehrt Aufgaben übernehmen. 37 % der Patienten mit malignen Erkrankungen, vor allem jene mit hämatologischen Malignomen, versuchen ihre Partner vor zusätzlichen Belastungen zu schützen. 76 % aller Patienten erleben mehr Unterstützung durch das soziale Netzwerk. 88 % der Patienten erleben durch die Erkrankung eine Änderung ihrer Ansicht über den Sinn des Lebens. Da die Mehrzahl der Patienten eine positive Veränderung der Partnerbeziehung und eine vermehrte Übernahme von Aufgaben durch den Partner angibt, konnte durch unsere Untersuchung die Theorie des sekundären Krankheitsgewinns, nicht aber des tertiären Krankheitsgewinns bestätigt werden.

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