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Onkologie 1. April 2011

Das Überleben von Patienten mit HPV positivem Oropharynxkarzinom nach Radiochemotherapie ist signifikant erhöht

HINTERGRUND: Der Zweck dieser retrospektiven Studie war, die Inzidenz und klinische Signifikanz von Infektionen mit HPV (Humanes Papillomavirus) in Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren, die eine Strahlentherapie erhalten hatten, zu evaluieren. PATIENTEN AND METHODEN: Bei 88 Patienten mit Karzinomen des Kopf-Hals-Bereiches wurde eine Untersuchung zur Identifizierung von high-risk HPV mittels Immunhistochemie, PCR (Polymerase Chain Reaction) und in-situ Hybridisierung durchgeführt. 26 Patienten hatten ein Karzinom der Mundhöhle, 45 des Oropharynx, sieben ein Larynx- und 10 ein Hypopharnyxkarzinom. 29 der 45 Patienten mit einem Plattenepithelkarzinom des Oropharynx erhielten entweder eine alleinige Strahlentherapie oder eine Kombination mit Cisplatin oder Cetuximab. ERGEBNISSE: Von den 29 untersuchten Patienten, die zur Therapie ihres Oropharynxkarzinoms eine konservative Therapie erhielten, hatten 11 Patienten einen HPV positiven und 18 einen HPV negativen Tumor. Den Patienten wurde eine Strahlentherapie ± Cisplatin oder Cetuximab verabreicht, wobei die Patienten mit einem HPV positiven Tumor ein signifikant besseres Ansprechen auf die Therapie zeigten (p = 0.015). Auch das krankheits-spezifische Überleben war deutlich besser in HPV positiven Patienten (p = 0.001). SCHLUSSFOLGERUNG: Patienten mit einem Oropharynxkarzinom und einem positiven HPV Status sprechen deutlich besser auf eine Radiochemotherapie an als Patienten mit einem HPV negativen Tumor. Das HPV Screening ist eine sehr einfache Prozedur und kann einfach routinemässig in die Standard Operational Procedures inkludiert werden.

Claudia Lill, Gabriela Kornek, Barbara Bachtiary, Edgar Selzer, Christian Schopper, Martina Mittlboeck, Martin Burian, Friedrich Wrba, Dietmar Thurnher, Wiener klinische Wochenschrift 7/8/2011

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