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Onkologie 1. Jänner 2010

Systemische Effekte der anti-VEGF Therapien

GRUNDLAGEN: Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen profitieren von anti-angiogenetischer Therapie, die die Gefäßbildung im Tumor über die Blockade von Vascular Endothelial Growth Factor A (VEGF) unterbindet. Jedoch scheint der therapeutische Nutzen limitiert in seiner Wirkungsdauer.

METHODIK: Aktuelle Konzepte der Resistenzmechanismen betreffend anti-VEGF Therapie werden vorgestellt und diskutiert.

ERGEBNISSE: Initiales Ansprechen auf VEGF-Blockade ist in einem Großteil der Patienten begrenzt auf einige Monate. Weiters spricht eine erhebliche Anzahl von Patienten von Beginn an nicht auf die Therapie an. Es konnten bereits einige potentielle Resistenzmechanismen identifiziert werden. In diesem Zusammenhang wurde beispielsweise die Induktion von Fibroblasten Wachstumsfaktor oder die Regulation des Angiogenesehemmers Thrombospondin-1 charakterisiert.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Kompensationsmechanismen diverser Angiogenesefaktoren scheinen zur Resistenz gegenüber VEGF-Blockade zu führen und damit den therapeutischen Langzeiterfolg bei Krebspatienten zu verhindern. Weiters könnten diese Resistenzmechanismen die Beobachtung erklären, dass bei neoadjuvantem Einsatz von VEGF-Hemmern keine Wundheilungsstörungen nach chirurgischem Eingriff auftreten.

P. Starlinger, K. Gebhardt, T. Grünberger, C. Brostjan, European Surgery 1/2010

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