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Onkologie 1. August 2009

GIST: medikamentöse Therapie

Bei lokal fortgeschrittenen, nicht operablen und metastasierten GIST ist die Standardtherapie Imatinib in einer Dosierung von 400 mg täglich. Die Behandlung sollte unbegrenzt fortgesetzt werden, da die Behandlungsunterbrechung beim Großteil der Patienten von einer raschen Krankheitsprogression begleitet ist. Die Dosisintensität sollte durch adäquates Nebenwirkungsmanegement und korrektes Vorgehen bei Dosisreduktion bzw. Unterbrechung aufgrund erhöhter Toxizität beibehalten werden. Das Standardvorgehen bei Tumorprogression unter 400 mg Imatinib ist die Dosiserhöhung auf 800 mg täglich. Fehlende "Compliance" und Interaktion mit anderen Medikamenten sollten als mögliche Ursachen der Tumorprogression ausgeschlossen werden. Im Falle einer weiteren Progredienz der Erkrankung bzw. Unverträglichkeit gegenüber Imatinib in hoher Dosierung ist Sunitinib das Medikament der Wahl. Sunitinib wurde aufgrund der Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (4 Wochen Therapie, 2 Wochen Pause) zur Behandlung des metastasierten GIST zugelassen. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass koninuierlich verabreichtes Sunitinib in niedriger Dosis gleich wirksam, aber deutlich besser verträglich ist. Nach Sunitinib-Versagen sollte der Patient für die Teilnahme an einer klinischen Studie mit neuen Substanzen wie Tyrosin-Kinase-Inhibitioren (z.B. Nilotinib), Sorafenib oder Inhibitoren des mTOR (mammalian target of rapamycin)-Signalweges berücksichtigt werden.

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