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Kardiologie 5. Dezember 2014

Vitamin D als zerebraler Schutz nach Herzstillstand

Die Bemühungen, den neurologischen Outcome nach Reanimation günstig zu beeinflussen, sind vielfältig. Wurden zuletzt große Hoffnungen in die therapeutische Hypothermie gesetzt so macht nun Vitamin D von sich zu hören. Den Ergebnissen einer beim ACCA-Kongress vorgestellten Studie zufolge erhöht ein Vitamin-D-Mangel das Mortalitätsrisiko nach plötzlichem Herzstillstand um das Siebenfache. Wissenschaftler um Dr. Jin Wi, Seoul, Korea, analysierten die klinischen Befunde von 53 Patienten, die nach einer Reanimation bewusstlos aufgenommen wurden. Primärer Endpunkt war der neurologische Outcome 6 Monate nach Entlassung. Dieser war bei Patienten mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln signifikant schlechter als bei jenen ohne ein solches Defizit. Es zeigte sich außerdem, dass 29% der Patienten mit Vitamin-D-Mangel innerhalb der ersten 6 Monate verstorben waren, wohingegen alle Patienten mit normalem Vitamin D überlebt hatten (p=0.007). Diese Resultate legen nahe, dass es von Nutzen sein könnte, bei Personen mit erhöhtem Risiko für den plötzlichen Herztod für normale Vitamin-D-Spiegel zu sorgen. Ob Vitamin D auch in der Lage sein könnte, diese Personen vor dem gefürchteten Ereignis zu bewahren, muss erst untersucht werden.

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