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Kardiologie 19. September 2014

Teetrinker leben gesünder

Regelmäßiger Kaffee- und Teekonsum haben keinen Einfluss auf die Herzsterblichkeit. Das zeigt eine aktuelle Studie aus Frankreich, die beim Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Barcelona präsentiert wurde.

„Obwohl Kaffee- und Teetrinker bei kardiovaskulären Risikofaktoren wie etwa hohem Blutdruck durchwegs bessere Werte aufweisen, konnten wir insgesamt in diesen beiden Gruppen keine verringerte kardiale Sterblichkeit feststellen. Interessanterweise wiesen aber Teetrinker in unserer Studie insgesamt eine geringere Sterblichkeit auf als Menschen, die keinen Tee trinken", berichtete Studienautor Prof. Nicholas Danchin vom Krankenhaus George Pompidou in Paris.

„Das könnte damit zu tun haben, dass sie generell einen gesünderen Lebensstil pflegen." In der Studie wurden die kardiovaskuläre Risikofaktoren sowie der Tee- und Kaffeekonsum von insgesamt mehr als 131.000 Menschen zwischen 18 und 95 Jahren analysiert, die zu einer Vorsorgeuntersuchung gegangen waren.

Einige Detailergebnisse: Personen, die regelmäßig mehr als vier Tassen Kaffee täglich trinken, waren im Durchschnitt älter als Koffein-Abstinente, und hatten, außer systolischer Blutdruckerhöhung, mehr kardiovaskuläre Risikofaktoren. EKG-Veränderungen traten in beiden Gruppen seltener auf. Regelmäßiger Teekonsum war mit einem niedrigeren Herzrisiko assoziiert. Wer angab, täglich vier Tassen Tee oder mehr zu trinken, hatte im Durchschnitt einen niedrigeren Blutdruck, niedrigere Cholesterin- und BMI-Werte, niedrigere Blutzucker- und Gamma Gt-Werte, Konsumierte weniger Tabak und bewegte sich mehr als Nichtkonsumenten von Tee. Beim Kaffeekonsum zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang mit der kardialen oder nicht-kardialen Sterblichkeit. Beim Teekonsum war zwar kein Einfluss auf die kardiale Sterblichkeit festzustellen, wohl aber eine niedrigere Sterblichkeit aufgrund nicht-kardialer Ursachen.

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