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Kardiologie 2. September 2014

Evaluierung der Dicke des epikardialen Fetts bei Patienten mit Hyperthyreose

Hintergrund: Schilddrüsenhormone haben verschiedene Wirkungen auf das kardiovaskuläre System. Kürzlich publizierte Studien haben berichtet, dass Schilddrüsenerkrankungen vor allem die Intima-Media-Dicke der Koronarien (CIMT) beeinflussen. Obwohl die CIMT bei Patienten mit Hyperthyreose erhöht ist, ist über das Ausmaß eines Zusammenhangs zwischen CIMT und der Dicke des epikardialen Fetts (EFT) bei diesen Patienten nichts bekannt. Es gibt außerdem in der Literatur keine Berichte über mögliche Zusammenhänge zwischen EFT und manifester Hyperthyreose. In der vorliegenden Studie versuchen wir die Wirksamkeit der EFT bei der Vorhersage einer Atherosklerose sowie der CIMT bei Patienten mit Hyperthyreose zu prüfen.

Methodik: Dreißig neu diagnostizierte, unbehandelte Patienten mit manifester Hyperthyreose und 44 Kontrollpersonen wurden in die Studie aufgenommen. Die EFT wurde mittels eines kommerziell erhältlichen Echokardiographiegeräts (VIVID 7; General Electric Medical Systems, Norwegen) mit einer 2,5 MHz Sonde erhoben. Der echofreie Raum zwischen viszeralem und parietalem Epicard der Vorderwand des rechten Ventrikels wurde als EFT definiert. Eine bildgebende Linear Array Sonde des gleichen Echokardiographiegeräts wurde zur Evaluierung der CIMT der rechten Arteria carotis communis verwendet.

Ergebnisse: Die Patienten mit Hyperthyreose hatten eine signifikant größere EFT (Mittelwert: 4,31 ± 1,12 mm) als die gesunden Kontrollpersonen (Mittelwert: 3,11 ± 0,84 mm; p < 0,001). Auch die CIMT war bei den hyperthyreoten Patienten signifikant dicker (MW.: 0,62 ± 0,17 mm) als bei der gesunden Kontrolle (MW: 0,50 ± 0,11 mm; p < 0,01).

Schlussfolgerung: Die vorliegende Studie zeigt, dass die mittlere EFT und CIMT bei Patienten mit manifester Hyperthyreose unabhängig von anderen Faktoren wie Hypertonie signifikant höher als bei einer Kontrollpopulation ist.

Assist. Prof. Dr. Emine Binnetoğlu, Assist. Prof. Dr. Mehmet Asik, Assist. Prof. Dr. Burak Altun, Assist. Prof. Dr. Hacer Sen, Assist. Prof. Dr. Emine Gazi, Assist. Prof. Dr. Gökhan Erbağ, Assist. Prof. Dr. Fahri Günes, Assist. Dr. Yıldız Garip Bilen, Assist. Prof. Dr. Ahmet Temiz, Assist. Prof. Dr. Ahmet Barutçu, Assist. Prof. Dr. Adem Bekler, Wiener klinische Wochenschrift 15/16/2014

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