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Kardiologie 22. August 2014

Spezialforschungsbereich „InThro“

Der vom FWF mit fünf Millionen Euro ausgestattete Sonderforschungsbereich „InThro“der MedUni Wien soll die Verbindung zwischen Inflammation und Thrombose aufklären.

Im Dezember 2013 wurde ein großer Projektantrag durch den österreichischen Wissenschaftsfond (FWF) bewilligt. Die Unterstützung soll einer kooperativen Allianz aus zehn wissenschaftlichen Gruppen der MedUni Wien die Möglichkeit bieten, auf molekularer und zellulärer Ebene die Verbindung zwischen Inflammation und thrombotischen Erkrankungen zu untersuchen. Der Sonderforschungsbereich (SFB wurde mit fünf Millionen Euro für vier Jahre ausgestattet, inklusive der Chance auf Verlängerung.

Das Projekt wurde Prof. Dr. Johannes Schmid initiiert, der nun die Funktion des Sprechers für den SFB inne hat. Univ.-Prof. Dr. Irene Lang ist Vize-Sprecherin, Univ. Prof. Dr. Johann Wojta ist Leiter einer der zehn beteiligten Gruppen.

Konkretes Ziel des SFB InThro ist die Identifizierung des Zusammenspiels von aktivierten Thrombozyten, Endothelzellen, Immunzellen und diverser Mikropartikel. Damit soll die Basis für neue therapeutische, aber auch diagnostische Ansätze für ein besseres Management von thrombotischen Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall geschaffen werden.

Zusätzlich soll eine umfassende Sammlung von Blutproben aufgebaut werden sowie eine damit verknüpfte elektronische Datenbank, um eine genauere Analyse von Biomarkern und deren Korrelationen im Verlauf thrombotischer Erkrankungen zu ermöglichen. Einzigartig an dem Projekt ist, dass Kliniker und Grundlagenforscher eng vernetzt an einem Thema zusammenarbeiten. Dafür haben die beteiligten Forscher und Wissenschaftler nun vier Jahre Zeit, im Falle einer Verlängerung sogar acht Jahre mit insgesamt zehn Millionen Euro Unterstützung.

„International gibt es kein vergleichbares Projekt in dieser Zusammensetzung und dieser Größenordnung“, sagt Prof. Wojta. Spezialforschungsbereiche bilden leistungsstarke Forschungsverbände, durch die die Schwerpunktbildung und weitere Fokussierung an Universitäten vorangetrieben wird. Sie unterstützen zudem den hoch qualifizierten akademischen Nachwuchs an österreichischen Forschungsstätten und fördern die Kontinuität und den Impact derartiger Schwerpunkte.

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