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Kardiologie 22. Mai 2014

Hämodynamische Effekte der AV-Delay Optimierung in Patienten mit VDD-Schrittmachern

Zielsetzung: AV-Delay Optimierung führt in Patienten, welche mit einem DDD-Schrittmacher oder einem biventrikulären Schrittmacher im Sinne einer kardialen Resynchronisationstherapie behandelt werden, zu einer Verbesserung der Hämodynamik. Daten zur AV-Delay Optimierung in Patienten mit VDD-Schrittmacher sind rar. Es war daher das Ziel unserer Untersuchung, die akuten und chronischen Effekte der AV-Delay Optimierung in Patienten, die aufgrund einer AV-Überleitungsstörung mit einem VDD-Schrittmacher behandelt werden, zu untersuchen.

Methodik: 64 Patienten mit VDD-Schrittmacher, davon 38 Männer und 26 Frauen (medianes Alter 77 (70–82)), wurden für diese prospektive, monozentrische Interventionsstudie rekrutiert. Die Optimierung des AV-Delay wurde basierend auf einer Formel anhand des Oberflächen-EKGs durchgeführt und das Schlagvolumen (SV), das Herzminutenvolumen (HMV), die Herzfrequenz (HF) und der Blutdruck zu Studienbeginn und nach drei Monaten mittels Impedanzkardiographie gemessen.

Ergebnisse: Die Verwendung einer EKG-Formel zur Optimierung des AV-Delays führte zu einer Reduktion der AV-Zeit von 180 (180–180) ms auf 75 (75–100) ms. AV-Delay Optimierung führte zu einer unmittelbaren, signifikanten Steigerung sowohl des SV (71,3 ± 15,8 vs. 55,3 ± 12,7 ml, p < 0,001 für optimiertes AV-Delay gegenüber nominalem AV-Intervall) und des HMV (5,1 ± 1,4 vs. 3,9 ± 1,0 l/min; p < 0,001), während die HF und der Blutdruck unverändert blieben. Das Herzminutenvolumen zeigte sich nach drei Monaten stabil (4,9 ± 1,3 l/min, p = 0,09), während sich ein geringer, aber signifikanter Abfall des SV auf 65,1 ± 17,6 (p < 0,01) zeigte.

Schlussfolgerung: AV-Delay Optimierung mittels EKG-Formel zeigt einen sofortigen, positiven Effekt auf hämodynamische Parameter, welcher über drei Monate aufrechterhalten werden kann.

Konstantin A. Krychtiuk, Michael Nürnberg, Romana Volker, Linda Pachinger, Rudolf Jarai, Matthias K. Freynhofer, Johann Wojta, Kurt Huber, Thomas W. Weiss, Wiener klinische Wochenschrift 9/10/2014

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