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Kardiologie 12. März 2014

Resorbierbare Stents für jedermann?

Nach der einfachen Ballondilatation, den Bare Metal Stents und zuletzt den Drug Eluting Stents kommen jetzt vermehrt komplett auflösbare vaskuläre Stützen zum Einsatz.

Die Methode, ein Stützgerüst in ein stenosiertes Gefäß zu implantieren, das sich möglichst ohne begleitende entzündliche Reaktion von selbst auflöst, ist hochattraktiv. Die Frage ist, welche klinischen Vorteile kann ein solches Device bieten und wer profitiert davon am meisten? Diesen und anderen Fragen gehen Univ. Prof. Dr. Guy Friedrich, Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Georg Delle Karth, Wien, und OA Dr. Nico Moes, Innsbruck, am Freitagnachmittag nach.

Einige wichtige Aspekte aber gleich vorweg: Der optimale koronare Stent sollte einfach und gut zu implantieren sein, dies unabhängig von der anatomischen Komplexität der Läsion. Die antiproliferative aufgebrachte Wirksubstanz sollte verlässlich und stabil getragen werden, eine hohe Biokompatibilität muss gewährleistet sein, und die nötige stützende Funktion im Koronargefäß sollte unbedingt garantiert sein. Zudem soll sich das Stützgerüst chronologisch genau getimt auflösen, im optimalen Fall ohne relevante, begleitende entzündliche Reaktion.

Zwei Modelle haben diesbezüglich in ersten klinischen Anwendungen überzeugt:

Ein spezieller mit Everolimus beschichteter Stent und einem Milchsäure-Kristall-Gerüst (PLLA), welches sich innerhalb von zwei Jahren in Wasser und Kohlendioxid auflöst.

Ein Magnesium-Oxid-Stent mit Sirolimus-Beschichtung, welcher innerhalb eines halben Jahres ebenfalls komplett im Körper abgebaut wird

Im Rahmen der Sitzung wird auch ein Deutsch-Österreichisches Register vorgestellt, das soeben gestartet wurde und den Einsatz von resorbierbaren Stents wissenschaftlich dokumentieren wird.

Selbstauflösender Stent: Meilenstein der Koronarintervention?

Satellitensymposium V
15.45 - 16.45 Uhr
Saal Innsbruck

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