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Kardiologie 14. Jänner 2014

Austrian National CathLab Registry (ANCALAR): Herzkathetereingriffe in Österreich im Jahr 2011 (mit Audit bis 2012)

Im internationalen Vergleich für das Jahr 2011 liegt Österreich (A) mit
6.383 diagnostischen Koronarangiographien (CA)2.407 perkutanen koronaren Interventionen (PCI)47 transarteriellen Aortenklappen Implantationen (TAVI)
6.383 diagnostischen Koronarangiographien (CA)
2.407 perkutanen koronaren Interventionen (PCI)
47 transarteriellen Aortenklappen Implantationen (TAVI)
bezogen auf 1 Mio. Einwohner im Europäischen Spitzenfeld.
Während die Anzahl der TAVI seit der Ersteinführung im Jahr 2007 rapide zunimmt (noch nicht inkludiert sind dabei die zusätzlich rein chirurgischen transapikalen Implantationen), blieben die Daten für die CA und die PCI in den letzten Jahren konstant.
Die Raten der Stent- (91 %) und Drug Eluting Stent (DES)-Implantationen (78 % der Stents), blieben ebenfalls konstant. Wenig Fluktuation zeigt sich auch bei den Komplikationsdaten (inklusive erhobener Mortalität). Eine erhöhte Mortalität ist vor allem bei Patienten mit sogenannten ST-Hebungsinfarkten (STEMI) und konsekutivem Schock (19–35 % in den letzten Jahren) festzustellen.
Gewisse Nischenprudukte nahmen 2011 in der Anwendung zu (Gerinnsel-Fänger-Entferner) oder ab (Glykoprotein IIb/IIIa Rezeptorantagonisten) oder wurden endgültig nicht mehr (Laser) verwendet.
Interessanterweise konnte mehrfach beobachtet werden, dass wissenschaftliche Erkenntnisse, die ihrerseits als Klasse I Indikationen in den Richtlinien empfohlen werden, mehrere Jahre benötigen, um sich flächendeckend zu etablieren.
Unsere unabhängige, rein akademische Aktivität ist im Bereich der Versorgungsforschung anzusiedeln und verfügt zusätzlich über die Option, Benchmarks für einzelne Zentren zu generieren. Die Teilnahme an unseren Erhebungen ist freiwillig. Seit 1992 werden jährlich ohne Unterbrechung, flächendeckend (kein Zentrum fehlt!) zwischen 90 und 100 Parametern erhoben. Der Fragenkatalog wird laufend optimiert und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Dies geschieht in Kooperation mit den teilnehmenden Zentren. Um die Vergleichbarkeit zu gewähren erfolgen allerdings nur minimalste und absolut notwendigste Modifikationen.
Die Daten werden gesammelt und summiert am Jahresende von den einzelnen Zentren übermittelt. Unterjährig erfolgen Audits vor Ort um auch den persönlichen Kontakt zu pflegen.
Die Daten für 2011 dienten in Linz (23.11.2012) im Rahmen der Herbsttagung der Arbeitsgruppe „Interventionelle Kardiologie” der “Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft“ (ÖKG) unter anderem als Diskussionsgrundlage. Die Präsentation ist mittels eigenem Zugangscode auf der ÖKG-Videovortragsseite (http://oekg.medroom.at/) einsehbar, die Publikation erfolgte bisher im Journal für Kardiologie sowie unter http://iik.i-med.ac.at.

Univ.-Prof. Dr. Volker Mühlberger, Dipl.-Math. Conrad Kobel, Lalit Kaltenbach, o. Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger, Wiener klinische Wochenschrift 23/24/2013

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