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Kardiologie 14. Jänner 2014

Klinischer Verlauf nach einem Jahr kardialer Resynchronisationstherapie

Nationale Ergebnisse aus dem European CRT Survey.

Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) ist ein etabliertes Verfahren zur Behandlung einer Herzinsuffizienz bei elektromechanischer Dyssynchronie.

Der CRT-Survey, eine gemeinsame Initiative der Heart Failure Association (HFA) sowie der Heart Rhythm Association (EHRA) der European Society of Cardiology (ESC), hat in den Jahren 2008–2010 die in Europa gelebte Wirklichkeit im Hinblick auf diese Therapieform abgebildet und nach einem Jahr (9–15 Monate) den klinischen Verlauf der Patienten erhoben.

In Österreich wurden 155 Patienten [117 (75 %) männlich, 38 (25 %) weiblich] mit einem mittleren Alter von 68 Jahren inkludiert. Es wurden überwiegend CRT-D Geräte (n = 120) implantiert, lediglich 35 Patienten (23 %) erhielten ein CRT-P Device. Einjahresdaten konnten in Österreich von 97 % der Patienten (n = 150) erhoben werden.

Innerhalb der ersten 12 ± 3 Monate verstarben 15 Patienten (10 %) und 53 (37 %) wurden rehospitalisiert. Die NYHA-Klassen zeigten eine eindeutige Verbesserung in Richtung leichterer Herzinsuffizienz: NYHA I/II/III/IV fand sich bei Implantation in 2/20/71/7 % bzw. bei der Einjahreskontrolle bei 35/51/9/5 % der Patienten. Die linksventrikuläre Ejektionsfraktion verbesserte sich von 27 ± 8 % auf 35 ± 10 %, der Ventrikeldurchmesser ging von 65 ± 10 auf 59 ± 5 mm zurück. Das mediane NT-proBNP im Plasma sank von 1886 pg/ml vor der Implantation auf 997 pg/ml bei der Einjahreskontrolle. Die Dauer des QRS Komplexes nahm von 158 ± 34 ms auf 147 ± 27 ms ab.

Zusammenfassend zeigen die österreichischen Daten des CRT-Survey, dass eine Herzinsuffizienz durch die CRT in Kombination mit einer optimalen medikamentösen Therapie deutlich gemildert werden kann. Nichtsdestotrotz ist bei diesen chronisch kranken Patienten mit einer beträchtlichen Rehospitalisierungsrate von 37 % sowie einer Einjahresmortalität von 10 % zu rechnen.

Priv.-Doz. DDr. Wolfgang Dichtl, Bernhard Strohmer, Friedrich Fruhwald, Wiener klinische Wochenschrift 23/24/2013

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