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Kardiologie 1. August 2011

Homocystein und asymmetrisches Dimethylarginin unter Berücksichtigung von B-Vitaminen bei älteren Menschen

ZIELSETZUNG: Homocystein ist ein kardiovakulärer Risikofaktor, dessen Metabolismus von bestimmten B-Vitaminen beeinflusst und der mit dem Auftreten endothelialer Dysfunktion assoziiert wird. Diese ist möglicherweise auf die verringerte NO-Bioverfügbarkeit, bedingt durch eine Homocystein-induzierte Akkumulation von asymmetrischem Dimethylarginin (ADMA), zurückzuführen. Basierend auf diesem Hintergrund war es Ziel der vorliegenden Studie, die kardiovaskulären Risikofaktoren Homocystein und ADMA unter Berücksichtigung der Vitamine B6, B12 und Folat bei älteren Menschen zu untersuchen. METHODEN: Es wurden insgesamt 102 Probanden rekrutiert und in drei Altersgruppen eingeteilt: A (70–74J, n = 48), B (75–79J, n = 35) und C (≥80J, n = 19). Die Plasmaspiegel an Vitamin B6 und Homocystein wurden mittels HPLC, jene an Vitamin B12 und Folat mittels RIA analysiert. Die Plasmakonzentrationen an ADMA wurden mittels ELISA bestimmt. RESULTATE: Die Plasmaspiegel an Vitamin B6, B12 und Folat konnten bei 93 %, 67 % bzw. 55 % der Studienteilnehmer als adäquat eingestuft werden. Mit zunehmendem Alter zeigte sich eine signifikante Verringerung der Vitaminspiegel (B6: A > B, A > C: p < 0,05; B12 und Folat: A > C: p < 0,05), welche von einem Anstieg der kardiovaskulären Risikofaktoren Homocystein (A < C, B < C: p < 0,05) und ADMA (A < B: p < 0,05; A < C: p < 0,001) begleitet wurde. Weiters wurden signifikant (p < 0,01) negative Korrelationen zwischen Homocystein und Vitamin B6, B12 und Folat, sowie eine signifikant positive Assoziation zwischen Homocystein und ADMA erfasst (p < 0,01). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die signifikante Korrelation zwischen Homocystein und ADMA könnte ein wichtiger Mechanismus sein, der zu einer reduzierten NO-Bioverfügbarkeit und somit zur endothelialen Dysfunktion beiträgt. Basierend auf der signifikanten Beziehung zwischen Vitamin B6, B12 und Folat und dem Homocysteinspiegel, könnten diese Vitamine indirekt einen Einfluss auf die Endothelfunktion und somit das kardiovaskuläre Risiko bei älteren Menschen nehmen.

Elisabeth Fabian, Andrea Kickinger, Karl-Heinz Wagner, Ibrahim Elmadfa, Wiener klinische Wochenschrift 15/16/2011

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