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Impfen 7. April 2015

Hohe Impfrate – weniger Fälle von Kindstod

Forscher werteten Daten zu Diphtherie-, Tetanus-und Keuchhusten-Impfung aus.

Wissenschaftler konnten bei der Auswertung langfristiger Erhebungen einen statistischen Zusammenhang zwischen Impfverhalten und der Häufigkeit des plötzlichen Kindstodes feststellen, teilt die Charité – Universitätsmedizin Berlin mit. Innerhalb der vergangenen 40 Jahre schwankte in den USA die Impfquote entsprechend gesellschaftlicher Trends. Die Kindstodrate stand dabei in einem umgekehrten Verhältnis zur Impfabdeckung gegen Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten ( J. Müller-Nordhorn et al.; BMC Pediatr 01/2015 ).

Bei der Suche nach signifikanten Veränderungen hinsichtlich der Sterblichkeitsrate durch plötzlichen Kindstod haben die Forscher zahlreiche Daten einbezogen. Besonders deutlich wird in der aktuellen Untersuchung ein zeitlicher Kontext zu Impfempfehlungen oder gesellschaftlichen Stimmungen. In den 70er- und 80er-Jahren sanken in den USA die Impfquoten, verantwortlich waren Verunsicherungen in der Bevölkerung. Gleichzeitig stieg die Sterblichkeitsrate durch Kindstod um 27 Prozent zwischen 1968 und 1971 und um 47 Prozent zwischen 1971 und 1974. Zwischen 1991 und 2001 sank die Häufigkeit des Kindstodes wieder, beispielsweise um acht Prozent. Der Trend sei eindeutig: Bei steigenden Impfquoten sinken zeitgleich die Fälle von plötzlichem Kindstod.

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