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Impfen 22. Mai 2014

Was Fußballfans bei der WM in Brasilien erwartet

Malaria, Gelbfieber, Denguefieber.

200.000 Menschen erkranken laut WHO jedes Jahr an Gelbfieber, bis zu 30.000 sterben an der durch Mücken übertragenen Krankheit – und Brasilien gehört zu den gefährdeten Regionen. Fußballfans sollten sich daher unbedingt beraten lassen, bevor sie mit ihrer Mannschaft zur WM 2014 reisen.

„In ländlichen Gebieten wie dem Amazonas gibt es viele Mücken,“ erklärt Prof. Marcos Boulos, Direktor der Klinik für Infektions- und parasitäre Krankheiten an der Unversität São Paulo. „So lange die Fans in den Städten bleiben, ist das Risiko, an Malaria oder Gelbfieber zu erkranken aber ausgesprochen gering. In der Gegend von Manaus, die für Fans durchaus interessant ist, sieht das aber schon wieder anders aus. Dort ist eine Impfung absolute Pflicht.“

Zwei Monate vor dem Start der WM stand Brasiliens größte Stadt São Paulo ganz im Zeichen der Weltgesundheit: Vom 6. bis 8. April fand dort der zweite regionale World Health Summit statt. Auf dem Programm des „WHS Regional Meeting Latin America“ standen die drängendsten Gesundheitsthemen der Region, unter anderem das Leben in Mega-Cities, die Herausforderungen einer umfassenden Gesundheitsversorgung und die sogenannten Vektor-übertragenen Krankheiten wie Malaria, Denguefieber und Gelbfieber. Vektoren wie Mücken verursachen nach Schätzungen der WHO jedes Jahr rund eine Milliarde Krankheitsfälle weltweit. Der Weltgesundheitstag am 7. April 2014 stand daher unter diesem Thema.

„Wer sich impfen lässt, ein gutes Moskito-Spray benutzt, Dschungel und Gewässer meidet, ist ziemlich sicher,“ beruhigt Boulos, einer der über 150 Experten des WHS Regional Meeting Latin America.

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