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Impfen 1. März 2011

Durchimpfungsraten empfohlener Impfungen bei Personen mit Diabetes mellitus und ischämischen Herzerkrankungen: Ergebnisse für Frauen und Männer

Impfungen sind wichtige Public Health Strategien, um in der Allgemeinbevölkerung und bei Personen mit chronischen Erkrankungen Präventionsmaßnahmen zu setzen. Es war das Ziel dieser Analyse, die Durchimpfungsrate mit empfohlenen Impfungen bei Männern und Frauen mit Diabetes mellitus und nach einem Myokardinfarkt (MI) zu erheben und Trends anhand von drei Interviewsurveys (1991, 1999 und 2006/07) zu analysieren. Die Ergebnisse zeigen einen Anstieg in der selbst berichteten Influenzadurchimpfungsrate sowohl in der Allgemeinbevölkerung als auch bei Hochrisikogruppen, allerdings sind die Durchimpfungsraten in allen analysierten Subpopulationen äußerst niedrig. Obwohl in früheren Untersuchungen Frauen höhere Influenzadurchimpfungsraten zeigten als Männer, war in der rezentesten Befragung diesbezüglich eine Trendwende zu verzeichnen. Im Survey 2006/07 hatten Männer mit Diabetes oder nach MI eine höhere Wahrscheinlichkeit gegen Influenza geimpft zu sein als Männer ohne diese Erkrankungen (altersadjustierte OR: 1,61; 95 % CI: 1,29–1,99 bzw. 1,61; 95 % CI: 1,21–2,15), bei Frauen war dies jedoch nicht der Fall (OR: 1,10; 95 % CI: 0,89–1,35 bzw. 0,87; 95 % CI: 0,58–1,33). Weder Männer noch Frauen mit Diabetes mellitus oder MI hatten eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit gegen Pneumokokken geimpft zu sein verglichen mit Personen ohne diese Erkrankungen. Die beobachteten geschlechtsspezifischen Unterschiede erfordern weitere Forschung bezüglich der zugrundeliegenden Ursachen. Strategien, höhere Durchimpfungsraten bei Männern und Frauen zu erreichen, sind nötig.

Thomas Ernst Dorner, Éva Ràsky, Katharina Viktoria Stein, Willibald Julius Stronegger, Alexandra Kautzky-Willer, Anita Rieder, Wiener Medizinische Wochenschrift 5/6/2011

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