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Infektiologie 1. Oktober 2006

Die Bedeutung laboratoriumsdiagnostischer Untersuchungen für die alveoläre Echinokokkose

Die alveoläre Echinokokkose ist in Österreich seit dem Jahre 1854 bekannt. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhundert hat der österreichische Echinokokkose-Forscher Adolf Posselt die große medizinische Bedeutung der Laboratoriumsdiagnostik bei der Abklärung von Verdachtsfällen alveolärer Echinokokkose erkannt und ihre mögliche Relevanz in der Präventivmedizin erahnt. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde in der Abteilung für Medizinische Parasitologie des Klinischen Instituts für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Universität Wien ein Langzeitforschungsprojekt begonnen mit dem Ziel, einerseits einen Überblick über die epidemiologische Situation (Prävalenz, Inzidenz, Verbreitung) der alveolären Echinokokkose zu bekommen, andererseits moderne laboratoriumsdiagnostische Methoden zur Abklärung von Echinokokkose-Verdachtsfällen zu entwickeln und zu etablieren. Heute steht ein hochsensitiver Enzymimmuntest und ein hochspezifisches Westernblot-Verfahren zur Verfügung, das sowohl im Routinelaboratorium zur Abklärung von Krankheitsfällen und zur Überwachung des Therapieerfolges, als auch im Rahmen epidemiologischer Untersuchungen zur Erhebung der Seroprävalenz sowie in der Präventivmedizin eingesetzt werden kann. Darüber hinaus kann mit molekularbiologischen Testmethoden spezifische E. multilocularis- (und auch E. granulosus-) DNS aus Operations- und bioptischem Material nachgewiesen werden.

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