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© Hans Ringhofer / picture alliance
FSME-Infektionsort Leithagebirge im Burgenland.
 
Infektiologie 11. März 2016

Häufigkeit des FSME-Virus im Burgenland

Studie liefert Nachweis von Rickettsien (Rickettsia helvetica) im Gemeinen Holzbock.

Weite Regionen gelten hierzulande als endemische Verbreitungsgebiete für das durch Zecken übertragene Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Daten zur Verbreitung, Häufigkeit und zu Arten von durch Zecken übertragenen Rickettsien sind indes rar.

In der Studie (Wiener klinische Wochenschrift, DOI 10.1007/s00508-008-1074-6) wurden Zecken in Neudörfl auf das Vorkommen und die Häufigkeit von FSMEV und von Rickettsien untersucht. Im Juni 2007 wurden insgesamt 306 Zecken gesammelt. Davon gehörten 286 Zecken der Art Ixodes ricinus (Gemeiner Holzbock) an. 20 Zecken wurden als Dermacentor spp. (Auwaldzecke) identifiziert.

Der Nachweis des FSMEV und von Rickettsien erfolgte mittels Polymerase-Kettenreaktion. FSMEV konnte in keiner der Zecken nachgewiesen werden. Insgesamt waren 16/286 Ixodes ricinus positiv auf Rickettsien. Keine der Dermacentor-Zecken zeigte ein positives Ergebnis auf Rickettsien. Die 14 der 16 positiven Proben mit ausreichend DNA für eine Nukleinsäure-Sequenzierung des Citrat-Synthase-Gens ergaben ausschließlich Rickettsia helvetica.

In einem bekannten FSMEV-Naturherd konnte in mehr als 300 Zecken kein Virus nachgewiesen werden. Es gelang erstmals der Nachweis von Rickettsien in Ixodes ricinus in der untersuchten Region. Bei den nachgewiesenen Rickettsien konnte nur die Art Rickettsia helvetica identifiziert werden.

springermedizin.de, Ärzte Woche 10/2016

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