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Infektiologie 1. Oktober 2009

Wirkung von Eurycoma longifolia Wurzelextrakt gegen Plasmodium falciparum in vitro

Die natürliche Heimat von Eurycoma longifolia Jack, einem schlanken Baum, sind Urwälder in Malaysien und Indonesien. Die Pflanze gehört zur Familie Simirubaceae und enthält Quassinoide mit anabolischer, plasmodizider und zytostatischer Aktivität. In dieser, 2008 in Mae Sot, Thailand, durchgeführten Studie wurde ein standardisierter Extrakt aus E. longifolia im Vergleich mit Artemisinin auf seine Wirkung gegen Plasmodium falciparum untersucht. Der Extrakt enthielt drei Quassinoide, nämlich (1) Eurycomanon, (2) 13,21-dihydro-eurycomanon und (3) 13α(21)-epoxyeurycomanon. Die Hemmung der Schizontenreifung wurde an 38 frischen Parasitenisolaten ermittelt. Die IC50, IC90 und IC99 Werte für Artemisinin beliefen sich auf 4,30, 45,48 und 310,97 μg/l, jene für den E. longifolia Wurzelextrakt auf 14,72, 139,65 und 874,15 μg/l. Die geometrische Mittelkonzentration für vollständige Hemmung der Schizontenreifung (GMCOC) lag für Artemisinin bei 337,81 μg/l, für den E. longifolia Extrakt bei 807,41 μg/l. Die log-Konzentration Probit Regressionen waren parallel. Die Hemmwirkung des Extrakts war höher als von den drei darin enthaltenen Inhaltsstoffen her zu erwarten, was auf Synergismus zwischen den Quassinoiden oder auf die Anwesenheit weiterer, bisher noch nicht bekannter Stoffe hinweist.

Walther H. Wernsdorfer, Sabariah Ismail, Kit Lam Chan, Kanungnit Congpuong, Gunther Wernsdorfer, Wiener klinische Wochenschrift 3/2009

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