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Hämatologie 27. Februar 2014

Therapieerfolg und Vorläuferzellzahl bei 50 Patienten mit Aplastischer Anämie nach immunsuppressiver Therapie oder Stammzelltransplantation: Erfahrungen aus einem Schwerpunkt-Zentrum

In der vorliegenden Studie wurden die Daten von 50 Patienten (27 Männer/23 Frauen) mit Aplastischer Anämie (AA), die von 1987–2007 an unserer Klink behandelt wurden, analysiert. Das mediane Alter betrug 37 Jahre (14–70 Jahre). Zweiundvierzig Patienten erhielten Antithymozytenglobulin/ CyclosporinA (CSA) und 7 wurden primär mit einem Geschwisterspender transplantiert. Ein Patient erhielt nur CSA und Wachstumsfaktoren. Vierunddreißig Patienten (68 %) erreichten eine komplette Remission und 7 (14 %) eine partielle Remission. Acht Patienten sprachen nicht auf die Therapie an und einer verstarb kurz nach der Transplantation. Rezidive traten bei 8 Patienten (20 %) auf. Es konnten keine offensichtlichen Korrelationen zwischen klinischen Parametern wie Alter, Karyotyp, Vorhandensein eines paroxysmal-nächtliche Hämoglobinurie (PNH) – Klons, Blutbilder vor Therapie, Vorläuferzellzahl und dem Ansprechen auf die immunsuppressive Therapie gefunden werden. Wir untersuchten auch die Vorläuferzellzahl vor und nach Therapie. In den meisten Patienten stieg die Vorläuferzellzahl nach erfolgreicher Therapie deutlich an. Allerdings erreichten sogar manche Patienten ohne einen substantiellen Anstieg der Vorläuferzellzahl stabile Remissionen. Insgesamt sind sowohl die immunsuppressive Therapie als auch die Stammzelltransplantation wirksame Therapieoptionen bei Patienten mit Aplastischer Anämie.

Wolfgang Füreder, Andrea Paulitsch-Buckingham, Werner Rabitsch, Eva Jäger, Ilse Schwarzinger, Wolfgang R. Sperr, Peter Valent, Wiener klinische Wochenschrift 3/4/2014

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