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Gastroenterologie 5. August 2014

Endovaskuläre Behandlung von verzögerten Nachblutungen nach Pancreato-Duodenektomie

Ziel und Hintergrund

Verzögerte Nachblutungen nach Pankreato-Duodenektomie (PD) sind noch immer die häufigste postoperative Todesursache. Trotzdem gibt es nur eine begrenzte Zahl von Fallserien bezüglich einer interventionellen Therapie von verzögerten Nachblutungen nach PD. In der vorliegenden retrospektiven Studie war es unser Ziel, funktionelle Ergebnisse der interventionellen Behandlung von verzögerten Nachblutungen nach PD zu evaluieren.

Methoden

Wir evaluierten retrospektiv 16 Patienten, bei denen eine endovaskuläre Therapie einer verzögerten Nachblutung nach PD durchgeführt worden war. Postoperative nicht-blutungsbedingte Komplikationen, Zeitpunkt der Blutung, Lokalisation der Blutung, Technik der endovaskulären Therapie, Komplikationen nach der Prozedur und Mortalität wurden erhoben.

Ergebnisse

Die mittlere Dauer bis zum Auftreten der verzögerten Nachblutung nach PD betrug 18 Tage. CT-Angiographie-Bilder der Blutungsperiode waren bei 15 Patienten verfügbar. Bei sieben Patienten beobachteten wir ein Extravasat und bei fünf Patienten ein Pseudoaneurysma. Bei 15 Patienten wurden Coils zur Blutstillung verwendet. Bei einem Patienten wurde ein gedeckter Stent plaziert. Zwei Patienten starben als Folge von Leberversagen, ein Patient wegen MODS.

Schlussfolgerungen

Verzögerte Nachblutungen nach PD sind schwierig zu erkennen. Eine frühe und korrekte Diagnose ist aber von vitaler Bedeutung. Bis heute ist unklar, welches das am besten geeignete Management dieser Komplikation ist. Obwohl die endovaskuläre Technik bei jedem Patienten anders sein kann, ist die Methode zur Blutungsstillung verlässlich und wirksam. Interventionelle Maßnahmen sollten daher als Therapie erster Wahl – vor chirurgischen Interventionen – in Erwägung gezogen werden.

Gurhan Adam, Sukru Tas, Celal Cinar, Halil Bozkaya, Fusun Adam, Fatma Uysal, Mustafa Resorlu, Omer Vedat Unalp, Prof. Mustafa Parildar, Assoc. Prof. Erdem Koçak, Prof. Huseyin Ozdemir, Wiener klinische Wochenschrift 13/14/2014

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