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Gastroenterologie 1. Dezember 2009

Pankreatitismodelle und Pankreaskarzinom

GRUNDLAGEN: Das duktale Adenokarzinom des Pankreas sowie die chronische Pankreatitis stellen zwei häufige und schwerwiegende Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse dar. Auch wenn sich die Behandlung dieser Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert hat, bleibt doch die Prognose in beiden Fällen schlecht, so dass die Entwicklung neuer Behandlungsoptionen notwendig erscheint. Dies wiederum setzt ein tieferes Verständnis der zu Grunde liegende Pathophysiologie, einschließlich der molekularen, genetischen und histopathologischen Veränderungen, voraus.

METHODIK: Übersichtsarbeit auf der Grundlage einer selektiven Literaturausarbeitung.

ERGEBNISSE: Wesentliche Fortschritte im Bereich der Pankreasforschung haben unser Verständnis des duktalen Adenokarzinoms sowie der chronischen Pankreatitis vertieft. Die grundlegenden Erkenntnisse werden in diesem Artikel skizziert werden, mit besonderem Fokus auf den gemeinsamen pathophysiologischen Grundlagen beider Erkrankungen. Die Entwicklung des duktalen Adenokarzinoms aus Vorläuferläsionen ist in der Zwischenzeit im Detail beschrieben. Des Weiteren sind grundlegende genetische Veränderungen der Entwicklung und Ausbreitung des PDAC identifiziert worden. Viele molekulare Veränderungen sind jedoch in ihrer Bedeutung nicht genau bekannt oder noch nicht ausreichend untersucht worden. In der chronischen Pankreatitis haben neue Konzepte unser Verständnis der Erkrankung grundlegend verändert. Die Entdeckung und Charakterisierung von pankreatischen Sternzellen hat zu einem besseren Verständnis der Genese der Pankreasfibrose, eines der wesentlichen Charakteristika der chronischen Pankreatitis, beigetragen.

SCHLUSSFOLGERUNGEN: Unser wachsendes Wissen über die molekularen und histopathologischen Grundlagen des Pankreaskarzinoms sowie der chronischen Pankreatitis haben uns einen nie dagewesenen Einblick in die Entstehung dieser Erkrankungen ermöglicht.

A. L. Mihaljevic, I. Esposito, H. Friess, J. Kleeff, European Surgery 6/2009

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