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Endokrinologie 23. März 2015

Risiko senken

Intensive Betreuung beugt Diabetes vor.

Apotheker können das Risiko, dass Menschen an Typ-2-Diabetes erkranken, durch eine intensive Betreuung erheblich senken. Persönliche Beratungsgespräche und Gruppenschulungen in der Apotheke führen dazu, dass Diabetes-Gefährdete sich mehr bewegen, Übergewicht abbauen und ihre körperliche Lebensqualität verbessern.

Eine einjährige Präventionsstudie mit 1000 Teilnehmern und 40 Apotheken in Deutschland zeigt die positive Wirkung auf, die Diabetes-Prävention durch intensive, Apotheken gestützte Beratung bewirkt. Das Präventionsprogramm GLICEMIA beinhaltet drei persönliche Beratungsgespräche und fünf Gruppenschulungen innerhalb eines Jahres, bei denen gemeinsam mit dem Apotheker individuelle Gesundheitsziele definiert und Wissen für eine langfristige Lebensstiländerung vermittelt wurden.

Nächster Schritt: Flächendeckende Umsetzung

„Mit der Umsetzung von GLICEMIA können wir erstmals zeigen, dass Apotheker wirksam und effektiv zur Verhinderung der Diabetes-Epidemie beitragen können. Unser Ziel muss nun sein, solch ein Programm flächendeckend umzusetzen“, sagt Studienleiterin Prof. Kristina Friedland von der Universität Erlangen-Nürnberg. Apotheken können niederschwellige und alltagsnahe Beratungsangebote machen. Das Potenzial könnte präventionspolitisch in Zukunft stärker genutzt werden.

Quelle: ABDA & WIPIG

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