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Endokrinologie 1. Dezember 2010

Eine ungewöhnliche Anämieursache: Das Sheehan Syndrom

Das Sheehan Syndrom – eine ischämische Nekrose des Hypophysenvorderlappens, verursacht durch schweren Blutverlust im Rahmen der Geburt – stellt in der westlichen Welt im Vergleich zu Entwicklungsländern eine seltene Ursache für Panhypopituitarismus dar. Im Rahmen der Abklärung einer schwerern Anämie und Müdigkeit wurde bei einem 45jährigen Kriegsflüchtling aus Tschetschenien an unserer Klinik ein Sheehan Syndrom diagnostiziert, 15 Jahre nach einer schweren postpartalen Blutung mit nachfolgender Hysterektomie. Der daraus resultierende Panhypopituitarismus wurde mittels Thyroxin, Hydrocortison und transdermalem Östrogen substituiert und die Symptomatik als auch die Anämie besserten sich umgehend. Die essentielle Bedeutung der Endokrinologie für die Erythropoiese wird durch die schwere Anämie auf Grund des Panhypopituitarismus verdeutlicht. Den Hormonen der Schilddrüse kommt der basiswissenschaftlichen als auch der klinischen Forschung zufolge wohl die größte Bedeutung zu.

Thomas Melchardt, Konrad Namberger, Lukas Weiss, Alexander Egle, Viktoria Faber, Richard Greil, Wiener klinische Wochenschrift 23/24/2010

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