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Diabetologie 1. August 2010

Typ-1-Diabetes mellitus: Spätkomplikationen im Kindes- und Jugendalter

Spätkomplikationen des Typ-1-Diabetes, wie Retinopathie, Nephropathie, Neuropathie und makrovaskuläre Komplikationen, sind heute bestimmend für das Lebensschicksal von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes. Risikofaktoren für die Entwicklung von Spätkomplikationen sind längere Diabetesdauer, älteres Alter und Pubertät, weiters auch Rauchen, Hypertonie, hoher BMI und Dyslipidämie. Besonders in der Kinder- und Jugendheilkunde muss, um Spätkomplikationen zu vermeiden, das Augenmerk auf die Prävention und auf Screeninguntersuchungen gelegt werden. Zielwerte, um das Risiko für mikrovaskuläre und cardiovaskuläre Komplikationen bei Kindern und Jugendlichen zu verringern, sind: HbA1c<7,5 %, Normalisierung der Blutfette, Blutdruck <90. Perzentile (bezogen auf Alter, Geschlecht und Größe), BMI <95. Perzentile, kein Rauchen und vermehrte körperliche Aktivität. Es wird folgendes Screening empfohlen: Das Screening auf Retinopathie und Mikroalbuminurie sollten nach dem 11. Lebensjahr und 2 Jahren Diabetesdauer bzw. ab dem 9. Lebensjahr und 5 Jahren Diabetesdauer begonnen werden. Danach sollten Screeninguntersuchungen jährlich durchgeführt werden. Weiters muss mindestens 1 Jahr der Blutdruck gemessen werden. Die Blutfette sollten kurz nach Diagnosestellung bei allen Kindern, die älter als 12 Jahre sind, bestimmt werden. Sind die Blutfette normal, genügen 5-jährige Kontrolluntersuchungen.

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